Sprockhöveler irrtümlich für tot erklärt: AOK gibt Fehler zu

Der Fehler, durch den Hans Geiser für tot erklärt wurde, geschah bei der AOK. Die Krankenkasse hat sich inzwischen entschuldigt.
Der Fehler, durch den Hans Geiser für tot erklärt wurde, geschah bei der AOK. Die Krankenkasse hat sich inzwischen entschuldigt.
Foto: Horst Müller
Was wir bereits wissen
Von seinem Tod erfuhr der Sprockhöveler Hans Geiser durch einen Brief von der Stadt. Ein Irrtum natürlich, aber einer mit finanziellen Folgen.

Sprockhövel.. So schlecht fühlte sich Hans Geiser gar nicht und doch war er offenkundig tot. So stand es in dem Brief und der kam schließlich von der Stadtverwaltung. Man sprach seiner Witwe darin Beileid aus und bat freundlich um die Übersendung der Sterbeurkunde.

"Ein bedauerlicher Irrtum", sagt Uwe Kellner, Sprecher der Stadt Sprockhövel. Des Fehlers Ursprung sei aber nicht in der Stadtverwaltung zu finden, sondern bei der Krankenkasse des vermeintlichen Toten, der AOK.

Tote bekommen keine Rente

Dort zeigte man sich reumütig: Einem Mitarbeiter sei ein Eingabefehler unterlaufen, dadurch sei der Stein ins Rollen geraten, erklärte Sprecher Jens Kuschel. "Wir bedauern das sehr." Die Krankenkasse habe dann - wie bei Todesfällen üblich - die Stadt angeschrieben, um Sozialversicherungsangelegenheiten abzuschließen. Daraufhin setzte ein Mitarbeiter der Stadt das Schreiben an Geisers "Witwe" auf.

Für Geiser hatte der Fehler vor allem finanzielle Folgen, denn Tote bekommen weder Rente noch Grundsicherung. Nachdem Geiser alle Beteiligten überzeugt hatte, dass er quicklebendig ist, half zunächst die AOK mit einer Blitzüberweisung aus. Inzwischen hat auch die Stadt Sprockhövel die ausgebliebenen Zahlungen angewiesen.