Sprockhöveler Hobbyschützen haben das Ziel im Visier

Bis zu fünf Hobbyschützen gleichzeitig konnten beim Dorfpokal der Herzkamper ihre Zielgenauigkeit testen.
Bis zu fünf Hobbyschützen gleichzeitig konnten beim Dorfpokal der Herzkamper ihre Zielgenauigkeit testen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Schützenverein Herzkamp präsentiert sich und seinen Sport beim Udo-Wittenius-Dorfpokalschießen und freut sich über neue Mitglieder.

Sprockhövel..  Langsam greift der Zeigefinger um den Abzug des Gewehrs. Mit höchster Konzentration werden die Zielscheiben anvisiert – deshalb heißt es auch ruhig sein, wenn die Sport- und Hobbyschützen am Schießstand versuchen, die „goldene Mitte“ der Zielscheibe zu treffen. Am Wochenende veranstaltete der Schützenverein Herzkamp zum 16. Mal das Udo-Wittenius-Dorfpokalschießen.

„Das Pokalschießen wurde von unserem Verein ins Leben gerufen, um einerseits natürlich Menschen vom Schießsport zu begeistern und Mitglieder zu werben, aber andererseits auch, um aufzuklären“, weiß erster Vorsitzender Jörg Materna. Sportschützen hätten oftmals mit Vorurteilen zu kämpfen. „Wir möchten den sportlichen Aspekt des Schießens den Menschen nahebringen.“ Die Idee zu der Veranstaltung hatte der damalige zweite Vorsitzende Udo Wittenius. „Als Udo vor vier Jahren verstarb, benannten wir das Dorfschießen ihm zum Gedenken um.“

Am Samstag und Sonntag konnte jeder unter Aufsicht der Vereinsmitglieder selbst ausprobieren, wie man schießt und was es zu beachten gibt. Dazu ging es entweder ans Luftgewehr, wo auf eine Distanz von zehn Metern das Ziel möglichst genau getroffen werden musste. Am Ende winkten zwei Pokale: Eine Trophäe für den, der die Mitte am präzisesten getroffen hat, und eine für den Schützen mit den besten zehn Schuss.

Mit dem Kleinkaliber 50 Meter weit auf das Ziel

Am großen Schießstand wurde mit einer Kleinkaliberwaffe auf eine 50 Meter entfernte Zielscheibe geschossen. Christiane Schmidt schießt hier zum ersten Mal. „Ich bin eigentlich ganz zufrieden“, sagt die 25-jährige. 52 Punkte hat sie für ihre Mannschaft, die „Moorhühner“ gesammelt. Die Sprockhövelerin überlegt Mitglied im Verein zu werden. Sie fühlt sich wohl hier, schätzt die Gemeinschaft und das Engagement des Vereins. Auch der erste Schießversuch konnte sie von ihren Plänen nicht abhalten: „Hat Spaß gemacht.“

Die junge Frau wird in dem Verein keine Ausnahme sein: Die 150 Mitglieder kommen aus allen Altersklassen. Wo andere Vereine mit Nachwuchsproblemen kämpfen, gibt es bei den Herzkamper Schützen „tendenziell mehr junge als alte Mitglieder“, sagt Rolf Kamp, Abteilungsleiter Schießsport.

42 Mannschaften nahmen an beiden Tagen am Kleinkaliber-Wettkampf auf 50 Meter teil, unterteilt in vier Kategorien: Thekenmannschaften, Vereinsmannschaften verschiedener Sport-, Feuerwehr- und anderer Vereine, die offene Klasse mit erfahrenen Sportschützen und Damen-Teams. Rolf Kamp hebt aber hervor: „Meistens schießen die Damen besser als die Herren.“