Sparzwang und Blicke über den Tellerrand
12.02.2010 | 17:57 Uhr 2010-02-12T17:57:00+0100
Sprockhövel. SPD bevorzugt die externe Ausschreibung der Kämmerer-Stelle, alle anderen Parteien wollen eine interne Lösung.
Seitdem klar ist, dass Kämmerer Karl-Heinz Tietje zum Rechnungsprüfungsamt wechselt, wird in den Ratsfraktionen darüber diskutiert, wie die Stelle neu zu besetzen sei: intern oder extern.
Am 18. Februar entscheidet der Haupt- und Finanzausschuss über die Art der Ausschreibung. Ende vergangener Woche positionierten sich die Grünen als erste Partei zum Thema: Weil die Verwaltung erwiesenermaßen überdurchschnittlich besetzt sei, müsse auf der oberen und mittleren Ebene gespart werden. Deswegen sprachen sich die Grünen für eine interne Ausschreibung aus. Ähnlich argumentiert der CDU-Fraktionsvorsitzende Udo Andre´ Schäfer: „Zunächst einmal müssen wir versuchen, die Stelle intern zu besetzen”, sagt er. Und hofft, innerhalb der Verwaltung eine entsprechende Person zu finden: „Ich glaube schon, dass wir da geeignete Leute haben.”
FDP: Kein Bedarf für eine Besetzung von außen
Auch die FDP sieht keinen Bedarf für eine Besetzung von außen: „Wir favorisieren in jedem Fall eine interne Lösung”, sagt Fraktionsvorsitzender Bodo Middeldorf klar und deutlich. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und kündigt an: „Wir würden der Aufhebung der Wiederbesetzungssperre für eine externe Lösung nicht zustimmen.” Natürlich ginge das nicht gegen die Wiederbesetzung, sondern die Form, sagt Middeldorf.
Die SPD hingegen ist für einen anderen Weg: „Wir schlagen vor, dass die Stelle extern ausgeschrieben wird”, sagt Klaus Knippschild. Das werde der Fraktionsvorstand der Fraktion am Dienstag jedenfalls nahelegen. Man erhoffe sich von einer externen Besetzung einen Anstoß von außen, einen Blick über den Tellerrand, so Knippschild. „Wir sind sicher, dass wir im Auswahlverfahren einen Kandidaten finden, der vielleicht schon Erfahrung aus anderen Städten mitbringt.”
Im Rathaus wird man das gerne hören: Eine Überprüfung, ob sich eine interne Lösung personell anbiete, war wegen der Haushaltssicherung nötig. Sie ist negativ ausgefallen. SeS
0mitdiskutieren