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Kieler Woche

Sorgen mal hinter sich lassen

21.06.2011 | 18:01 Uhr

Zur Eröffnung der Kieler Woche nahm die Chefin des gemeinnützigen Vereins „sunshine4Kids“, Gaby Schäfer, sieben Kinder aus Sprockhövel und zwei aus Hattingen mit.

Aufgrund des WAZ-Artikels vier Tage vor der Abfahrt hatten neun Sprockhöveler Kinder nochmals ihr Interesse bekundet. „Naturgegeben ist die Anzahl beschränkt“, sagt Gaby Schäfer. Nach ihrem Auftritt mit Filmschauspielerin und Buchautorin Veronica Ferres bei Talkmaster Lanz kehrte die rührige Vereinsvorsitzende Schäfer kurz nach Sprockhövel zurück, um die Kinder abzuholen.

In einem Vier-Sterne-Hotel neben dem Kieler Bahnhof angekommen, „waren die Zwerge erst einmal platt. Der Luxus, der Komfort und das Essen haben sie tief beeindruckt“, sagt Gaby Schäfer im Rückblick. Doch das Tollste sei der Segeltörn mit dem weltbekannten Profisegler Tim Kröger auf der TP 52 gewesen. „Da konnten die Kinder rasantes Segeln spüren. Veronica Ferres begleitete uns dabei und nahm sich Zeit für jedes unserer Sunshine-Kinder. Es war einfach wunderbar“, sagt Schäfer. Der Auffassung schlossen sich auch die Kinder an, die ihre Eindrücke von der durch die Audi AG gesponserten Reise zur 116. Kieler Woche in einer Art Tagebuch festhielten. Drei Beispiele für die Einträge. Beispiel eins: „Hier treffen wir auf Tim Kröger, ein sehr bekannter Segelprofi, der super nett ist und mit uns - welch eine große Ehre - mit einer TP 52 los segelt. Das Kürzel TP steht für Transpac, also Transpazific-Regatta. Wir sind alle sehr aufgeregt, werden eingekleidet, bekommen Schwimmwesten an und dann wird gestartet. Mit dabei ist auch Ulrike Schümann, erfolgreichste deutsche Seglerin und richtig lieb.“

Beispiel zwei: „Es ist schon ein komisches Gefühl. Jede Welle, jedes Stampfen, jede Ruderbewegung ist zu spüren. Dann kommt die Wende und wir Kids krabbeln schnell auf die andere Seite. Welch ein Abenteuer.“

Beispiel drei: „Das war alles so aufregend und wir können es kaum glauben, so viel erlebt zu haben. Wir Kinder möchten uns bei Audi für die einzigartige Atmosphäre und die liebevolle Betreuung bedanken – das war einfach spitze! Tausend Dank und dicke Umarmung auch für Veronica Ferres.“

Gaby Schäfer ist eine Getriebene. Sie sagt: „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, durch kostenlose Segelfreizeiten, Aktionen und anderen Events ihre Lebensfreude zurück zu geben und neue Perspektiven aufzuzeigen. Indem wir ihnen eine fröhliche und unbeschwerte Zeit bescheren, können die Kids die Sorgen und Probleme des Alltags hinter sich lassen und neue Freundschaften schließen. Zudem lernen sie in der Gruppe, ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern und in ihren späteren Lebensalltag zu integrieren. Auch nach den Segelfreizeiten begleiten wir unsere Sunshine- Kids weiter und helfen da, wo Hilfe notwendig ist.“ Auch Ausbildungsstellen wurden vermittelt, Familien wieder zusammengeführt und viele Tränen getrocknet.

Kurt Bein

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