Skat spielen hält den Kopf fit

Foto: Walter Fischer
Was wir bereits wissen
74 Teilnehmer spielten um den Titel Sprockhövler Skat-Stadtmeister. Der Gewinn wird an MS-Kranke in Schwelm und die Lebenshilfe Sprockhövel gespendet.

Sprockhövel..  Den höchsten Reizwert versuchten Skat-Freunde aus Sprockhövel und Umgebung bei der Stadtmeisterschaft zu erzielen. Die 74 Spieler füllten den Jägerhof in Haßlinghausen zum siebten Kampf um den Pokal des Sprockhöveler Stadtmeisters. „Hier ist es richtig eng, wir mussten schon improvisieren, weil wir nicht genug Tische hatten“, kommentiert Organisator Bodo Gollbach den Teilnehmer-Rekord.

Nach drei gespielten Serien werden die Punkte addiert und so der Sieger ermittelt – dieses Mal Rolf Niemann aus Ennepetal (4431 Punkte). Die sechs besten Spieler erhalten einen Pokal und ein Preisgeld, danach darf nach Punktestand aus den vielen Sachpreisen ausgewählt werden. „Mehr als jeder zweite gewinnt hier etwas“, sagt der Veranstalter. Platz zwei belegte Axel Hethey aus Haßlinghausen (4120 Punkte), Platz drei Frank Bourke aus Volmarstein (4048 Punkte). Zusätzlich wird auch der beste Sprockhöveler ausgezeichnet – dieses Mal rückte mit Dieter Leber (2665 Punkte) der Zweitbeste auf, weil der Beste schon Gesamtplatz zwei belegte. Auch die beste Frau, Melitta Pflichtenhöfer (3364 Punkte) aus Hagen, erhielt einen Pokal.

Der 74-jährige Gollbach spielt schon 63 Jahre Skat und ist selbst Haßlinghauser Meister und Haan-Gruitener Stadtmeister. Den Gewinn von etwa 1000 Euro, den er durch die Stadtmeisterschaft erzielt, spendet er zu gleichen Teilen an MS-Kranke in Schwelm und die Lebenshilfe Sprockhövel. Das ist für viele ein Kriterium mitzuspielen. „In erster Linie macht mir Skat natürlich Spaß, aber für eine gute Sache bin ich auch immer zu haben“, sagt Brigitte Bickmann. Seit 33 Jahren spielt die 59-Jährige Skat und kommt extra aus Bergkamen zur Meisterschaft. „Skatspieler sind so, die fahren dafür schon mal einige Kilometer“, sagt ihr Gegner Andreas Kemper (58). Der Wuppertaler spielt jedes Wochenende und kennt viele der Teilnehmer.

Die Sprockhöveler Stadtmeisterschaft kennt er durch seinen Verein. Aber nicht nur Spieler aus dem näheren Umkreis zieht das Turnier nach Haßlinghausen. „Wir haben einige Spieler aus Düsseldorf, dem Umkreis von Köln und aus dem Sauerland“, erklärt Gollbach. Der 74-Jährige macht sich viel Arbeit um sein Turnier publik zu machen – im Internet auf Facebook und er verteilt Flyer auf anderen Turnieren.

Seit der ersten Ausgabe der Stadtmeisterschaft ist auch Egon Zühlsdorf dabei. „Skat ist mein größtes Hobby“, sagt der 69-Jährige. Früher ist er für seinen älteren Bruder eingesprungen und hat so das Kartenspiel erlernt. Aber vor allen Dingen sei der Denksport gut für den Geist, da man sich konzentrieren und aufmerksam mitzählen müsse: „Ich halte mich damit geistig fit.“