Schwimmen für den guten Zweck

Beim Zwölf-Stunden-Schwimmen zogen die Besucher trotz kühler Temperaturen ihre Bahnen für den guten Zweck.Foto:Michael Korte
Beim Zwölf-Stunden-Schwimmen zogen die Besucher trotz kühler Temperaturen ihre Bahnen für den guten Zweck.Foto:Michael Korte
Was wir bereits wissen
Gelungene Premiere für das Zwölf-Stunden-Veranstaltung beim Hafenfest.

Sprockhövel..  Trotz wenig sommerlicher Temperaturen war das Hafenfest im Freibad am Sonntag gut besucht. Die Besucher sammelten mit jeder geschwommenen Bahn Geld für den Förderverein. Es war die längste Schwimmzeit des Jahres – zwölf Stunden standen auf dem Programm. Und trotz fünfzehn Grad und geschlossener Wolkendecke zogen zehn Schwimmer um kurz vor neun Uhr schon ihre Bahnen, weitere kamen nach und nach dazu.

„Wenn man erst einmal im Wasser ist, dann hat man es schön warm“, verrät Gerda Marget (76). Sie kommt sogar täglich ins Freibad – auch bei Regen. Am Sonntag ging sie aber an Land, um den Förderverein beim Essensverkauf zu unterstützen. Als sie gegen neun Uhr die ersten Wertmarken verkaufte, da war Volker Dresel (54) vom Tri-Team Sprockhövel schon dreitausend Meter geschwommen. „Man schwimmt heute zwar nicht auf Zeit, aber Ehrgeiz und Disziplin spielen natürlich trotzdem eine Rolle“, findet er. Das Tri-Team hatte seine Schwimmer in Schichten eingeteilt – sie schwammen gemeinsam die zwölf Stunden bis zum Abend durch. „Mannschaftssache“, sagt Dresel. Mitglieder der DLRG Hasslinghausen saßen am Beckenrand und zählten die geschwommenen Bahnen.

Im Wasser waren aber nicht nur Sportler anzutreffen: Geschwindigkeit spielte keine Rolle, es gab Einzel- und Mannschaftswertungen. „Jeder Meter zählt“, erklärte Ingrid Leukars-Böliche, zweite Vorsitzende des Fördervereins. Gesponsert vom Lions Club und der Sparkasse, gingen für 100 Meter zwanzig Cent an den Förderverein des Freibads. Das Geld soll aber auch für Flüchtlingsarbeit eingesetzt werden: „Wir hatten neulich eine Gruppe hier. Das Freibad ist ein Ort, um Integration zu leisten. Dieses Projekt wollen wir in diesem Sommer gerne weiter ausbauen“, so Leukars-Böliche.

Das Sponsorenschwimmen fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt, nicht so das Hafenfest. Am Nachmittag traten im Freibad unterschiedliche Musiker und Gruppen auf.