Plakataktion findet keine Nachahmer
07.08.2009 | 18:16 Uhr 2009-08-07T18:16:00+0200
CDU erntet Kritik für „Wahlkampftaktik”.
Das Radio und das Fernsehen waren da. Die CDU sorgt deutschlandweit für Aufsehen. Die Christdemokraten hatten am Donnerstag angekündigt, alle Wahlplakate abzunehmen. Gestern waren die Fotos von Willibald Limberg und Annette Fischer verschwunden. Von den anderen Parteien hagelt es für den Rückzieher mitten im Wahlkampf massiv Kritik.
„Die Aktion ist in erster Linie gegen uns gerichtet”, sagt Dr. Ingolf Dammmüller von der FPD. Die Liberalen zeigen wohl am deutlichsten Präsenz. Er habe sich noch einmal beim Ordnungsamt versichert, sagt Dammmüller. „Unsere Plakate gefährden an keiner Stelle den Verkehr.” Auch die FDP hätte auf Plakate verzichtet. „Das wäre im Voraus in Frage gekommen, aber nicht jetzt.”
Auf Unverständnis stößt die Plakataktion auch bei Alfred Kunkel, der in der Bürgerinitiative gegen den Sportplatzbau am Landringhauser Weg kämpft. „Ich möchte daran erinnern, dass die Idee auf Plakatierung zu verzichten, bereits während des Wahlkampfs zum Bürgerbegehren seitens der Bürgerinitiative praktiziert wurde”, schreibt Kunkel in einem Leserbrief an die Sprockhöveler Zeitung.
Die Parteien CDU und SPD hätten dagegen in allen Stadtteilen plakatiert. „Kaum ein Laternenpfahl entlang der Haßlinghauser Mittelstraße war frei.” Kunkel weiter: „Die Gewissensbisse gegenüber Kindern und Autofahrern waren bei den CDU-Verantwortlichen zum damaligen Zeitpunkt anscheinend noch nicht besonders ausgeprägt.”
„Das ist eine reine wahlkampftaktische Aktion der CDU”, sagt auch Thomas Pohling, der als freier Kandidat im Bereich Grundschule Nord antritt. Die CDU müsse langsam mal mit einem Programm an die Öffentlichkeit. „Ich habe auf deren Internetseite nichts dazu finden können.”
Pohling, der seine eigenen Plakate auf jeden Fall hängen lassen will, glaubt nicht, dass die CDU lediglich 400 Euro ausgegeben hat. „Ich habe selbst für mich 20 Plakate drucken lassen. Das hat mich 280 Euro gekostet. Mag sein, dass ich eine teure Druckerei erwischt habe, aber 400 Euro für 200 Plakate reichen nicht.”
19:12
Die CDU hat wohl Nachgerüstet, seit heute Abend findet man auf ihrer Homepage einen Link zum anklicken, worüber man zu ihrem Programm und einer Kandidaten Vorstellung kommt.
Das Programm und die Aussagen der Kandidaten erinnern irgendwie an das Bundsprogramm aber okay.
Mit den Plakaten hat Herr Pohling vielleicht eine schlechte Firma erwischt, allerdings sollte Papier & Qualität beachtet werden, längst nicht alle Plakate sind Plakatierfähig, daher wird der Preis wohl nicht ganz stimmen.
Die CDU reagiert, auf Druck der Medien.
Aber ist dies nicht zu spät, dem Wähler knapp 3 Wochen vor der Wahl Inhalte zu präsentieren ?
16:16
Im Internet bekommt man 500 Plakate für 160 EUR inkl. Versand und MwSt. - schlecht gedealt?