Physik spielerisch verstehen

AM Samstag, 07.02.201, fand die Miniphänomenta in der Grundschule Börgersbruch statt. Im Bild: Alexandra Kemna und ihr vierjähriger Sohn Sören beim Flaschenteufel (Cartesischer Teufel). Foto: Bastian Haumann / WAZ FotoPool
AM Samstag, 07.02.201, fand die Miniphänomenta in der Grundschule Börgersbruch statt. Im Bild: Alexandra Kemna und ihr vierjähriger Sohn Sören beim Flaschenteufel (Cartesischer Teufel). Foto: Bastian Haumann / WAZ FotoPool
Foto: Bastian Haumann / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
800 Besucher kamen zur Miniphänomenta an der Gemeinschaftsgrundschule Börgersbruch. Sie probierten verschiedene Versuche aus und entdeckten so physikalische Gesetzmäßigkeiten an 25 Stationen spielerisch.

Sprockhövel..  Physik macht Spaß! Auf der Miniphänomenta an der Gemeinschaftsgrundschule Börgersbruch hatten Kinder am Samstag die Möglichkeit, physikalische Gesetzmäßigkeiten an 25 Stationen spielerisch zu entdecken. Dazu mussten sie nicht viel mehr machen als: ausprobieren.

Dabei entdecken die Teilnehmer viele Antworten auf Fragen wie: Was ist Reibungskraft? Warum wird ein Ball vom Wasser gehalten und geht nicht unter? In den Fluren, Klassenzimmer und im Forum der Grundschule gehen über den Tag verteilt 400 Kinder zusammen mit ihren Eltern auf Entdeckungstour. Die Organisatoren schätzen die Gesamtzahl der Besucher auf etwa 800.

Die Eltern sind dabei ebenso begeistert wie ihre Kinder – und müssen hin und wieder als Proband herhalten. Beim Richtungshören drückt sich Sandra Gerhartz je einen Trichter an die Ohren, die mit einem Schlauch verbunden sind. René, ihr neunjähriger Sohn, steht hinter ihr und klopft mit einem Stab gegen den Schlauch. Seine Mutter muss nun erraten, ob er mehr rechts oder mehr links klopft. Und liegt bei ihrem letzten Rateversuch völlig daneben. „Rechts“, sagt sie und ihr Sohn lächelt verschmitzt. Er hatte sich für die Mitte entschieden.

René hat einen Versuchsaufbau ins Auge gefasst, der ihm besonders gut gefällt: „Der Blick in die Unendlichkeit. Man guckt in einen Kasten mit einem Stofftier, einem Dinosaurier.“ Dieser Kasten sei mit ganz vielen Spiegeln ausgekleidet. „Und man sieht unendlich viele Dinos.“ Der Blick in die Unendlichkeit ist nicht nur sein Lieblingsversuch. Auch für Mariella (9), die am Schlauchtelefon gerade ein Ferngespräch führt, gehört der Versuch zu den Favoriten. Das Schlauchtelefon ist auch vielen Eltern noch in Erinnerung. Damals kamen nicht Schlauch und Trichter zum Einsatz, sondern zwei leere Konservendosen und eine Schnur.

Dem achtjährigen Rafael gefällt dagegen „das mit dem Drücken“. Damit meint er wohl die Handbatterie, mittels der die Kinder Strom durch ihren eigenen Körper fließen lassen können. Rouven (8) entdeckt ein neues Instrument für sich: das Klopfophon. Das Instrument besteht ganz schlicht aus Kunststoffrohren, auf denen sich aber allerhand Melodien spielen lassen.

Die Miniphänomenta in der Grundschule beschränkte sich übrigens nicht nur auf den vergangenen Samstag. Seit Ende Januar können die Schüler an den Experimentierstationen die Naturgesetze entdecken. Damit das überhaupt möglich war, mussten die beiden Miniphänomenta-Organisatoren Jessica Gernhardt und Savvas Apostolidis, Lehrerin und Referendar an der Gemeinschaftsgrundschule, eine Fortbildung machen.