Pfingstturnier in der „Stadt der Pferde“

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Viele Zuschauer bei der 65. Veranstaltung des MRFZ Haßlinghausen mit 450 Reitern und ihren 600 Tieren an drei Tagen.

Sprockhövel..  Zum 65. Mal richtete der Märkische Reit- und Fahrverein in Haßlinghausen das traditionelle Pfingstturnier aus. Rund 450 Reiter mit mehr als 600 Pferden waren gekommen, um auf dem Sandplatz und in der Halle in den Kategorien Dressur und Sprung in einem fairen sportlichen Wettkampf drei Tage lang gegeneinander anzutreten.

Sechs Richter entschieden dabei über die Wertung in den verschiedenen Parcours. Hans-Jürgen Piorreck, Turnierleiter, lädt Reiter und Rosse bereits seit 1951 nach Sprockhövel ein, in die „Stadt der Pferde“.

Lara (17) reitet schon seit dem Kindesalter. Mit ihrer Westfalen-Stute Pia Lotta (9) holte sie in der Dressur der Klasse A den fünften Platz. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und habe mich darüber gefreut, dass mein Pferd während der Prüfung sehr brav war“, erzählt die Reiterin aus dem Verein. Lara interessiert sich besonders für diese Art von Sport, weil sie mit ihrem Pferd ein eingeschworenes Zweier-Team ist und diese Beziehung sehr schätzt.

In der zweiten Kategorie war Marie-Claire (14), ebenfalls Reiterin im Verein, sehr erfolgreich – im Stilspringen der Klasse E hat sie mit ihrem Deutschen Reitpony Dark Dolly (13) den zweiten Platz belegt: „Ich bin auch sehr zufrieden, nur an der Rhythmik kann ich noch arbeiten“. Marie-Claire reitet seit acht Jahren und ist über ihre Familie, die auf dem Hof Eierding Pferde züchtet, früh mit dem Pferdesport in Kontakt gekommen. Die 14-Jährige: „Es macht mir Spaß, mit dem Tier zusammen in der Natur zu sein.“

Viele Besucher waren gekommen, um bei den Prüfungen zuzuschauen und die Reiter auf ihren Pferden anzufeuern. „Das Pfingstturnier ist ein Muss“, sagt Martina Klose, die schon seit zehn Jahren regelmäßig als Besucherin kommt und vor allem die Atmosphäre schätzt, da „man immer mit netten Leuten in Kontakt kommt“. Ihre Tochter kann in diesem Jahr wegen einer Verletzung ihres Pferdes nicht teilnehmen.

Nachwuchs-Reiter zeigten beim Voltigieren Kunststücke im Sitzen oder Stehen auf dem Pferderücken. Vom kleinen sturen Shetlandpony bis zum großen geduldigen Irish Tinker wurden verschiedene Rassen und ihre Eigenschaften vorgestellt und die jeweiligen Pferde dabei im Kreis über den Platz geführt.