Offener Brief der Kulturinitiative
27.12.2009 | 15:23 Uhr 2009-12-27T15:23:00+0100Stadtbücherei braucht zentralen Standort.
Überlegungen der Politik, die die Bücherei-Zweigstelle zu schließen oder bis zum Jahr 2013 an einen anderen Standort in Niedersprockhövel zu verlegen, stößt auf Widerspruch der Kunst- und Kulturinitiative.
In einem offenen Brief an BM Klaus Walterscheid und die Fraktionen, betont Dieter Hering für den Vorstand: „Wie können kultivierte Menschen solche Gedanken anstoßen? Es ist auch für uns selbstverständlich, dass in Zeiten sparsamster Haushaltsführung jeder Etatposten auf den Prüfstand muss. Aber wer die Kulturförderung beschneidet - und der öffentliche geförderte Zugang zur Leseförderung ist Teil der Kulturförderung - beschneidet auch die Daseinsfunktion kulturellen Lebens der Menschen.” In diesen Zeiten gehe es doch darum, einen Zugang zur Literatur nicht zu erschweren, sondern zu fördern. Wenn der Standort am Busbahnof wegen formaler Gegebenheiten nicht gehalten werden könnte, so sollte ein anderer zentraler Standort gefunden werden. Hering: „Ein Raum in einer abgelegenen Schule am Börgersbruch, ist kein zentraler Ort und kann auch nicht angemessene Räume bieten. Eine Bücherei braucht attraktive Räume für vielfältige Aktivitäten - nicht nur Regale zum Deponieren.”
Zur Förderung des Kulturzugangs gehöre auch fachkundiges Personal. Nur so könne qualitative Beratung erfolgen. Nicht eine Reduzierung der Personalzeiten sei der richtige Weg, sondern eine maßvolle Erweiterung. „Die Kultur in ihrer Breite hat es in Sprockhövel schwer. Bei Einsparzwängen scheint es leicht, bei Literatur, Musik und Freizeitgestaltung zu kürzen. Aber das legt die Axt an die Qualität des Lebens in Sprockhövel”, unterstreicht die Initiative.
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