Neuer Vorstand im Stadtsportverband Sprockhövel

Wurden gewählt: Hans-Jürgen Poirreck (l.) und Helmut Dikty.
Wurden gewählt: Hans-Jürgen Poirreck (l.) und Helmut Dikty.
Foto: HP
Was wir bereits wissen
Hans-Jürgen Piorreck löst Torsten Schulte als Vorsitzender ab. Der Verband kritisiert die Vereinbarung zum erweiterten Führungszeugnis.

Sprockhövel..  Der Stadtsportverband Sprockhövel hat einen neuen Vorsitzenden: Hans-Jürgen Piorreck (58) wurde einstimmig auf der Jahreshauptversammlung gewählt und löste Torsten Schulte ab, der sein Amt nach vier Jahren niederlegte.

Torsten Schulte, CDU-Politiker und nunmehr auch Vorsitzender im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit, begründete seine Entscheidung knapp: „Ich will nicht mit zwei Stimmen sprechen“, sagte er auf der Versammlung, die am Mittwochabend im Foyer der Sporthalle Haßlinghausen stattfand. Für ihn stellt es sich als Interessenskonflikt dar, wenn er sowohl im Ausschuss als auch im Stadtsportverband den Posten des Vorsitzenden bekleidet. Dem Verbandsvorstand bleibt er als Schatzmeister erhalten. Helmut Dikty wurde zum neuen Sportwart gewählt, das Amt des Pressewarts blieb vorerst unbesetzt.

Der Stadtsportverband blickte in seinen Berichten auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Gerade der Neujahrsempfang mit gut 300 Gästen und die Sportlerehrung gehörten zu den herausragenden Veranstaltungen, die Entwicklung bei den Sportabzeichen sei sehr gut. Nur die Grundschule Börgersbruch müsse hier wieder ins Boot geholt werden. Erfreut registrierte der Verband, dass auch die Politik hinter dem Sport steht, was Bürgermeister Ulli Winkelmann in seinem spontanen Grußwort bestätigte.

Beim erweiterten Führungszeugnis bleibt die Position des Stadtsportverband jedoch unverändert. Kritik übt der Verband vor allem an der Vereinbarung, die Vereine mit den Trägern der freien Jugendhilfe schließen müssen. Hier versichern die Vereine, dass sie Personen, die wegen Sexualdelikten vorbestraft sind, von der Betreuung der Kinder und Jugendlichen ausschließen. „Die Vereinbarung ist aber so formuliert, dass die Vorstandsmitglieder in Mithaft genommen werden können, wenn doch etwas passiert“, sagte Torsten Schulte. Der Stadtsportverband rate daher davon ab, die Unterschrift zu leisten.