Neuer Bürgerraum für Sprockhövel geplant

Die Grundschule Nord wird in Zukunft anders genutzt. Unter anderem wird ein neuer Bürgerraum eingerichtet.
Die Grundschule Nord wird in Zukunft anders genutzt. Unter anderem wird ein neuer Bürgerraum eingerichtet.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Grundschule Nord schließt zum Sommer. Doch bleibt sie nicht verwaist. Unter anderem entsteht dort auf Antrag der SPD eine Anlaufstelle für die Bürger.

Sprockhövel..  Der Betrieb der Grundschule Nord läuft bald aus und die Schüler werden nach den Sommerferien in der Grundschule Börgersbruch unterkommen. Verwaist bleiben die alten Klassenräume im Schatten der Zwiebelturmkirche jedoch nicht. Nach den Sommerferien beginnen dort die Umbauarbeiten. Sind die abgeschlossen, sind dort Bücherei, Bürgerbüro, Rentenstelle, VHS, die Psychologische Beratungsstelle des Kreises und Musikschule unter einem Dach zu finden. Und nicht nur das. Auf einen Initiativantrag der SPD wird dort ein neuer Bürgerraum entstehen.

In Sprockhövel gebe es bereits heute eine Vielzahl an Gruppierungen, die sich ehrenamtlich engagieren. „Diesen Menschen wollen wir mit dem Bürgerraum die Basis bieten, sich zu versammeln und zu treffen“, begründete Volker Hoven, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, diesen Antrag. Für die Raumnutzung sollen für diese Gruppen keine Kosten entstehen. „Dafür wird sich unsere Partei einsetzen.“

Bevor die Grundschule Nord in das Gebäude zog, war es schon einmal einen Bürgerhaus. Der „Blaue Salon“ dort war berüchtigt. „Er hatte nicht nur eine blaue Bestuhlung, damals war auch noch das Rauchen erlaubt“, sagte Evelyn Müller vom Sachgebiet Soziales und Integration. Sie sei bereits angesprochen worden, ob es, wenn die Schule einmal raus ist, wieder einen neuen Raum geben werde. „Die Nähe zum Zentrum und zum Busbahnhof bietet sich dafür auch an, doch sollte er barrierefrei sein.“

Nachfrage vorhanden

Die Nachfrage für einen weiteren Bürgerraum ist grundsätzlich da. Die Sprockhöveler Ausgabe des Vereins „Mentor – Die Leselernhelfer“ kann sich sehr gut vorstellen, den Raum später zu nutzen. „Wir hätten dort vielleicht die Möglichkeit, feste Bürozeiten und einen Ansprechpartner vor Ort zu bieten“, sagte Vereinsvorsitzende Barbara Rupp. Und auch für die kleineren Veranstaltungen käme ein solcher Raum gelegen. „Für die großen Veranstaltung weichen wir zwar auf den Veranstaltungsraum der Sparkasse oder auf die Räume der Artothek aus.“ Es gebe aber auch Leseclubs, Mentoren-Treffen in kleiner Runde. Die Vereinsmitglieder tauschen sich dort über Kinderbücher aus oder kommen mal mit Autoren ins Gespräch.

Die mitgliedsstarken Gartenfreunde strukturieren ihre Treffen dagegen anders. „Wir geben die Bewirtung gerne aus der Hand und unsere Treffen finden daher meist in Gaststätten statt“, sagte Geschäftsführerin Gerda Kriegeskorte. Doch sei der Raum groß genug, könne sie sich vorstellen, dass dort kleinere Vorträge oder Seminare abgehalten werden.