Michael Ebel kümmert sich um Denkmäler

Michael Ebel
Michael Ebel
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Der Sprockhöveler wurde für fünf Jahre zum ehrenamtlich Beauftragten für Denkmalpflege gewählt.

Sprockhövel..  Er ist der Neue für die alten Sachen: Michael Ebel ist für die nächsten fünf Jahre der ehrenamtliche Beauftragte für Denkmalpflege der Stadt Sprockhövel. Der gebürtige Bochumer ist heute 61 Jahre alt, genießt den Vorruhestand und hat als Bau- und Wirtschaftsingenieur während seiner beruflichen Karriere Bergbauschäden reguliert.

Ganze vier Generationen seiner Familie arbeiteten im Bergbau. „Und durch meine Arbeit kam ich immer schon in Kontakt mit Denkmälern“, sagt er. Er ist Fördermitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Mitglied im Sprockhöveler Heimat- und Geschichtsverein, im Förderverein Bergbauhistorischen Stätten und in der Lokalen Agenda. Auf die freie Stelle des Denkmalpflegers bewarb er sich aus eigenem Antrieb. „Aber ohne Lebenslauf“, sagt er lachend.

Seine beiden Vorgänger waren Ludger Haverkamp und Erich Schultze-Gebhardt. Haverkamp, der Ehrenvorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, trat aus Altersgründen kürzer. Erich Schultze-Gebhardt, der Entdecker der Rippelmarken im Steinbruch Weuste, verstarb im September 2014. „Früher war der Posten noch mit zwei Denkmalpflegern besetzt“, erklärt Ebel. Das Stadtgebiet teilten sich die beiden. „Einer war für Haßlinghausen, der andere für Niedersprockhövel zuständig.“

Pflege ist arbeitsintensiv

Ebel hat sich für die Zeit, in der er sich um die Denkmalpflege kümmern wird, einiges vorgenommen. „Ich möchte den Tag des offenen Denkmals und den Tag des Geotops in Sprockhövel attraktiver machen“, sagt er. Und er möchte, dass die Denkmäler der Stadt denkmalwürdig bleiben. Dabei ist er sich darüber bewusst, dass die Pflege von Denkmälern arbeitsintensiv sein kann. „Ein Pot Farbe auf die Fenster reicht da leider oft nicht aus.“

Voller Tatendrang

Am liebsten würde er sich auch sofort um die Zeche Alte Haase kümmern, die mit ihrem Malakow-Turm an die Zeit erinnert, als die Kumpel unter Tage schufteten. Obwohl Michael Ebel voller Tatendrang ist, muss er sich noch ein wenig gedulden. „Es gibt noch einen offiziellen Einführungstermin mit dem Landschaftsverband und mit der Unteren Denkmalbehörde.“ Ein Kennenlerntreffen – in seinen Worten.