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Messdiener überspringen Mauer

10.04.2011 | 16:20 Uhr
Messdiener überspringen Mauer
Die Gemeinde St. Josef Haßlinghausen hatte zum ersten Meßdienertag der Großgemeinde St. Peter und Paul eingeladen.

Sprockhövel. Die Gemeinden der Großpfarrei Sankt Peter und Paul in Herbede haben zum ersten gemeinsamen Messdienertag geladen. Eine Schnitzeljagd und ein gemeinsamer Gottesdienst sollten den Zusammenhalt unter den Messdienern stärken.

Bunte Luftballons mit Namen flogen am Samstag vor der katholischen Kirche in Hasslinghausen durch die Luft.

Der beschriftete Ballon, den man gefunden hatte, bestimmte den neuen Gesprächspartner. 50 Messdiener der Großpfarrei Sankt Peter und Paul in Herbede, hatten sich zum ersten Messdienertag auf Pfarreiebene zusammengefunden. Seit der Reform 2007 sind die Gemeinden St. Josef in Hasslinghausen, St. Januarius in Niedersprockhövel, St. Augustinus und Monika in Volmarstein, St. Antonius in Buchholz, Sankt Liborius in Wengern der Großpfarrei zugehörig. Von all diesen Gemeinden waren die Messdiener im Alter von 9 bis 23 Jahren am Start.

„Wir möchten vermitteln, dass wir eine Familie sind, die Gemeinden sind sozusagen die Kinder“, erläutert Manfred Berretz, Gemeinderatsvorsitzender (St. Josef) den Sinn des Treffens. „Lange steht die Gemeinsamkeit schon auf dem Papier, aber sie muss auch in den Köpfen ankommen“, betont Berretz.

Schnitzeljagd mit Hindernissen

Perfekt dafür war die Schnitzeljagd durch die Wälder in Hasslinghausen. Gemeinsam mussten die Messdiener den Fährten, die die Pfadfinder gelegt hatten, folgen. Vier Stationen gab es auf ihrem Weg. Zum Beispiel das „Holzskifahren“. Dabei wurden sechs Personen auf ein paar Ski geschnallt, mit denen sie auf Zeit eine vorgegebene Strecke zurücklegen mussten - wer hier nicht im Team spielt, kommt nicht weit.

Die letzte Station war besonders spektakulär: Eine „Slackline“- ein straff gespannter Balancier-Gurt- wartete in vier Metern Höhe direkt vor der Kirche auf die Schnitzeljäger- mutig meisterten sie auch diese Aufgabe, gemeinsam.

Bei jeder Station hatten sie ein Puzzlestück gesammelt, im anschließenden Gottesdienst wurde es zu einem Bild zusammengesetzt: Ein Messdiener, der über eine Mauer springt. „Das Bild ist in Anlehnung an den Psalm ´Mit meinem Gott überspringe ich Mauern´ entstanden“, erklärte Pastor Burkhart Schmelz. Gott schenke Mut und Kraft, Hürden zu nehmen - auch die der Gemeindegrenzen.

Eine Familie der Großpfarrei

Im Gottesdienst trugen die Messdiener ihre Gewänder, jeder hatte eine traditionelle Aufgabe: Kreuz, Kerze oder Weihrauch tragen. Den Gemeinden gehen die Messdiener nicht aus: „Jedes Jahr kommen wieder Neue“, sagt Pastor Schmelz. Franzi (17) erinnert sich noch gut, warum sie damals Messdienerin geworden ist: „Als ich klein war, fand ich Gottesdienste eher langweilig. Aber als ich dann eine Aufgabe bei den Messdienern hatte, war es schon gleich viel spannender“. Auch Alina (14), sagt: „Das ist etwas, was nicht jeder macht“. Sie sind dabei, und das, obwohl viele ihrer Klassenkameraden gar nicht mehr in die Kirche gehen. Die Gemeinschaft bei den Messdienern sei sehr gut, gemeinsam hätten sie auch viel Spaß, heben sie hervor. Spaß hatten die Messdiener am Samstag auch alle zusammen - laut haben sie gelacht, als die Luftballons beim anfänglichen Kennlernspiel über das große Tuch flogen. Die Spiele des Kreisjugendseelsorger und die Rallye der Pfadfinder haben ein Fundament für eine „Familie der Großpfarrei“ angelegt.

Stefanie Vollmann



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