Martin-Luther-Haus wird später abgerissen

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Was wir bereits wissen
Bis zum Beginn der Bauarbeiten in Haßlinghausen finden die geplanten Veranstaltungen statt.

Sprockhövel..  Das Martin-Luther-Haus an der Gevelsberger Straße ist in die Jahre gekommen. Und nach einer ersten Bestandsaufnahme im Februar 2014 war klar: Hier reicht die bloße Sanierung nicht aus, es muss etwas Neues her. Doch das lässt auf sich warten. „Das Bauvorhaben wird sich noch mindestens bis zum Herbst verzögern“, sagt Pfarrer Bracht. Und bis dahin läuft der Betrieb wie gehabt.

Das war anders geplant. Vor gut einem Jahr verkündete der Planungsausschuss – bestehend aus Presbyterium, sachkundigen Bürgern und Vertretern des Kreiskirchenamtes – das Gemeindehaus bereits Anfang diesen Jahres abzureißen und im zweiten Quartal mit dem Neubau zu beginnen. „Doch jetzt stecken wir in der Detailplanung fest und haben auch noch keine Anträge für den Neubau bei der Stadt gestellt, es ist noch nichts genehmigt“, erklärt Bracht.

Dass direkt an der evangelischen Kirche in Haßlinghausen schnell ein Neubau hochgezogen werden könne, habe sich als Fehleinschätzung erwiesen. „Solange es nicht vorangeht, macht es auch keinen Sinn, das Haus stillzulegen.“ Sollten die Arbeiten im Herbst beginnen, werden alle geplanten Veranstaltungen auf andere Gemeindehäuser ausgelagert.

Das neue Martin-Luther-Haus wird etwas schmaler als die alte Version. Das Foyer ist als heller und freundlicher Eingangsbereich mit großer Glasfront geplant. Ins Erdgeschoss soll der Gemeindesaal für 150 Gäste kommen, der Jugend­bereich ist für die erste Etage angedacht.

Kosten bei etwa einer Million

Die Kosten für eine Sanierung, die das Dach, die Küche, die sanitären Anlagen und die Leitungen umfasst hätten, war mit einer Million Euro veranschlagt worden. Für den nun angestrebten Neubau muss eine ähnlich hohe Summe aufgebracht werden. Die Entwürfe für das Gebäude sind vom Architekturbüro Kemper, Steiner und Partner, das sich in einem Wettbewerb gegen die Konkurrenz durchsetzte.