Leihbilder erobern das Sprockhöveler Rathaus

Vogelwelten, ein Bild von Inge Knorr, hängt zurzeit im Rathaus aus. Es ist ein Leihbild der Artothek, die mit der Aktion ihr Angebot bewerben will.Foto:Manfred Sander
Vogelwelten, ein Bild von Inge Knorr, hängt zurzeit im Rathaus aus. Es ist ein Leihbild der Artothek, die mit der Aktion ihr Angebot bewerben will.Foto:Manfred Sander
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Werke aus der Artothek werden auf dem Flur im 1. Stock ausgestellt.

Sprockhövel..  Ein Film für den Videoabend, ein Kleid für den Ball, Werkzeug für die anstehende Renovierung: Irgendwo gibt es immer ein Lädchen, das Nützliches, Schönes, Unterhaltsames verleiht. Doch ein Kunstwerk für die Wohnzimmerwand? Gibt es auch. Sogenannte Artotheken, also Kunstverleihe, bieten Bilder gegen eine Gebühr an. Sprockhövels Artothek öffnete am 13. Januar 2012. Es war eine Idee der Kunst- und Kulturinitiative (kurz: Kuki). Das Angebot umfasst hauptsächlich Werke regionaler Künstler, aber auch von Hartmut R. Berlinicke, Karl Heinz Droste oder Willibrod Haas. Die Leihgalerie befindet sich an der Gevelsberger Straße 13 und teilt sich die Räume mit der Bücherei und der Musikschule in Haßlinghausen.

Um das Angebot besser zu bewerben, hat sich die Kuki etwas Neues einfallen lassen. Bilder der Artothek werden nun auch im Rathaus ausgestellt. Alle zwei Monate soll ein neues Werk auf den Flur im 1. Stock direkt am Fahrstuhl zu sehen sein. Das erste Bild, das dort hängt, ist von der Sprockhöveler Künstlerin Inge Knorr. Es hat den Titel: Vogelwelten. Die 52-Jährige steht voll hinter der Idee des Kunstverleihs. „Denn es ist gut zu wissen, dass es ein Original ist“, sagt sie. Ein Original könne kein anderer besitzen, es sei einzigartig. „Die Artothek bringt einem die Künstler und die Kunst näher.“ Und so manchen Künstler würde sie selbst gerne mal für ihre Wände mieten.

Echte Kunst muss auch gar nicht teuer sein. Die Sprockhöveler Artothek, die am Dienstag und Freitag von 16 bis 18 Uhr geöffnet hat, verleiht ihre Werke für eine Gebühr von fünf Euro über einen Zeitraum von drei Monaten.