Laborfüchse staunen über die Kraft der Windenergie

Foto: Bastian Haumann / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Kindergartenkinder bauten zusammen mit Kolja Bruch auch ein kleines Windkraftwerk.

Sprockhövel..  Mal in die Rolle von Elektronen schlüpfen, einen Dynamo kräftig in Schwung bringen und einfach staunen: Strom ist ein faszinierendes Thema, vor allem für die ganz Kleinen. Und die Vorschulkinder des Evangelischen Kindergartens Perthes-Ring bekamen die Gelegenheit dazu, sich in Erstaunen versetzen zu lassen.

Von Dienstag bis Freitag besuchte sie der Laborfuchs Kolja Bruch (35) und weihte die Kinder in die Geheimnisse der magischen Energie ein, die nicht einfach nur so aus der Steckdose kommt. „Das machte ich aber in ganz kleinen Schritten“, sagte er. Jeden Tag brachte der Laborfuchs ein anderes Thema mit. Am Donnerstag drehte sich alles um den Wind, die Kinder bastelten sogar ein kleines Windkraftwerk – was erst einmal eine Geduldsprobe war.

Mit Schraubendreher und Laborkittel

Mit Schraubendreher und konzentriertem Blick, dafür ganz stilecht im Laborkittel, setzten sie Teil um Teil zusammen. Dabei hatten nicht immer die Jungs die Nase vorn. „Ich bin schon fertig“, sagte Clara plötzlich, ganz zum Missfallen von Paul. „Es geht hier nicht um Geschwindigkeit“, entgegnete er etwas angesäuert. Alles halb so wild. Die Mini-Laborfüchse halfen sich gegenseitig, bis alle Windräder fertig waren. Und dann ging es auch schon auf das großen Finale zu. Mit einem Ventilator brachten sie die kleinen Kraftwerke in Schwung, bis die verbaute Lampe anfing zu leuchten.

Das ging so lange gut, bis eines der Mädchen entdeckte, dass der Luftzug des Ventilators bestens dazu geeignet war, Haare fliegen zu lassen – und alle anderen mit der Idee ansteckte. Die 15 Vorschulkinder, die in zwei Gruppen an dem Projekt teilnahmen, hatten richtig Glück. Laborfuchs Kolja Bruch, der im wahren Leben Umweltpädagoge ist, wurde gewissermaßen von der AVU verlost – und der Kindergarten am Perthes-Ring war einer der Gewinner.