Kreativität und Sport vor den Ferien

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Die Gesamtschüler der Klasse 5e verschönern im Zuge der Schulkulturwoche ihre Klassenzimmer, malen Wandgemälde und verbinden dabei Sport und Kunst.

Sprockhövel..  Hier ein Tupfer, ein Strich. Jetzt nicht über den Rand malen. Bei den Gesamtschülern der Klasse 5e geht es während der Schulkulturtage richtig kreativ und sportlich zu. „Denn wir haben beides miteinander verbunden“, sagt Lehrerin Kim Bruchmann.

Bei den Kulturtagen der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule handelt es sich um eine prall gefüllte Projektwoche mit Workshops, Ausflüge und Aufführungen. Und die hat sich über die Jahre zum traditionellen Höhepunkt des Schuljahrs entwickelt. Auch Kim Bruchmanns Klasse hat sich dafür etwas einfallen lassen. Die Schüler verschönern ihren Klassenraum, malen die Umrisse von Sportlern an die Wände, füllen sie geduldig mit schwarzer Farbe, spendieren den Kunstwerken bunte Schlangenlinien und Wellenmuster.

Das alles musste natürlich vorbereitet werden. „Zuvor haben wir im Kunstunterricht etwas über Bewegung gemacht“, sagt Kim Bruchmann. Sport habe in ihrer Klasse, die eine Stufe mit Bewegungsprofil ist, einen hohen Stellenwert. Jedes Wandgemälde sei jedoch zuvor auf Papier entstanden. Die Schüler arbeiteten dabei in kleinen, zusammengewürfelten Gruppen zusammen. „Ich wollte, dass auch mal Schüler miteinander arbeiten, die das sonst eher selten machen“, begründet die Lehrerin. Die Gruppe mit Kim, Lissa, Laminel und Helin sah das völligst gelassen. „Eigentlich sind wir alle gut befreundet.“ Dass Sport und Kunst in einem Projekt zusammenfließen, überraschte die vier Schüler dann doch. Nicht ohne Stolz zeigen sie auf ihr Werk: „Und jetzt sieht man langsam, was aus unserem Projekt geworden ist.“ Wenn sie hier fertig sind, freuen sie sich schon auf die nächsten Veranstaltungen der Kulturtage: Auf den Sponsorenlauf für Nepal, auf die Aufführung der Voltigier-AG, sogar auf die Zeugnisse, die sie Ende nächster Woche verliehen bekommen.

Melissa, Phillipp, Leonie und Lina gestehen dagegen ein, dass es in ihrer Gruppe auch mal kleine Unstimmigkeiten gab. „Gerade dann, als wir uns darauf einigen mussten welche Sportarten wir uns für das Bild aussuchen“, sagt Leonie. Ein Blick auf die Wand verrät: Sie haben sich auf Turnen und Karate geeinigt.

Und Phillipp, als Hahn im Korb, fühlte sich anfangs gar nicht wohl. „Mit der Gruppe war ich echt nicht zufrieden“, sagt er. Doch auch hier, trotz der Neckereien, ist die tolle Klassengemeinschaft zu merken. Denn in einer Sache sind sie sich einig: „Es ist ziemlich schade, dass wir uns sechs Wochen lang nicht sehen werden.“