Kinder wollen Sternsinger sein

Sobald die Sternsinger am Samstag ausgesandt wurden,
Sobald die Sternsinger am Samstag ausgesandt wurden,
Foto: WAZ FotoPool

Sprockhövel..  Die Sternsinger sind unterwegs: Heute starten die Kinder und Jugendlichen der katholischen Gemeinde St. Josef auf ihrem Weg zu den Gläubigen. Sie bringen Gottes Segen und sammeln Geld, das wohltätigen Zwecken zugute kommt.

Manchmal kann das recht viel Geld sein, im vergangenen Jahr beispielsweise kam bei den Sternsinger-Aktionen der beiden katholischen Gemeinden St. Josef und St. Januarius insgesamt die Summe von 12 014,54 Euro zusammen. Wie hoch die Spenden in diesem Jahr werden, lasse sich natürlich nicht vorhersagen, sagt Pastor Burkhard Schmelz. Das Geld wird an das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ weitergegeben, das damit wiederum zahlreiche Projekte zur Hilfe von Not leidenden Kindern weltweit finanziert. Im Jahr 2013 gab es 52,2 Millionen Euro aus. Wohin die Gelder, die an den Türen gesammelt werden, fließen, lasse sich über den Rechenschaftsbericht des Missionswerkes nachvollziehen, sagt Burkhard Schmelz.

Kinder werden auf Aktion vorbereitet

Die Sternsinger werden auf ihre Aktion vorbereitet. „Wir hatten schon im Dezember zwei Termine“, sagt Schmelz. Dort sei ein Film des Missionswerkes gezeigt worden, der jedes Jahr ein anderes Land und die Probleme von dessen Kindern in den Mittelpunkt stellt. Dieses Mal sind es die Philippinen, vorgestellt von Reporter Willi Weitzel aus dem bekannten Kinderformat „Willi will’s wissen“.

Hin und wieder klagen manche Gemeinden über den Rückgang an Kindern, die sich als die Drei Heiligen Könige verkleiden und von Tür zu Tür durch die Gemeinde ziehen. Das kann Burkhard Schmelz, der als Pfarrer der Großpfarrei St. Peter und Paul Witten-Sprockhövel-Wetter einen guten Überblick hat, nicht bestätigen. „Natürlich sind es nicht mehr die Massen wie früher“, sagt er. „Aber das hat ganz einfach mit der Demografie zu tun: Wenn es weniger Kinder gibt, gibt es weniger Sternsinger.“

Letztes Jahr waren 70 Kinder dabei

Vergangenes Jahr machten in den beiden Sprockhöveler Gemeinden insgesamt rund 70 Kinder und Jugendliche mit. „Dieses Jahr liegen wir bisher noch leicht darunter, aber das muss nichts heißen“, sagt Schmelz. „Manche kommen spontan, wenn es losgeht. Und dieses Jahr liegen die Ferien ein wenig ungünstig, sie gehen ja noch bis Dienstag. Wenn die Kinder nicht im Urlaub sind, machen sie in der Regel mit.“ Ähnlich gut ausgestattet sei man bei den Betreuern, die mit den Kindern unterwegs sind.

Die Altersstruktur der Sternsinger sei sehr gemischt, sagt Burkhard Schmelz. „Wir haben manchmal auch schon Dreijährige dabei.“ Die können natürlich nicht von morgens bis abends mitlaufen, das wäre zu anstrengend, zumal die Gemeinde ja sehr weitläufig ist.

Weil das Sternsingen anstrengend ist, bekommen alle Teilnehmer in der Mittagspause ein Essen im Gemeindehaus: Nudeln mit Soße, die Burkhard Schmelz selbst kocht.