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Evelyn Müller

Keine neue Chance für Grundschule Nord

14.12.2011 | 18:38 Uhr
Keine neue Chance für Grundschule Nord
Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Nord in Niedersprockhövel weihen Ende März ihren Spielgarten ein.

Sprockhövel.   Vehement hatte sich die FDP-Fraktion für den Erhalt der Grundschule Nord in Niedersprockhövel eingesetzt. Der Rat beschloss mit Mehrheit jedoch für den Sommer 2015 die Schulschließung.

Vehement hatte sich die FDP-Fraktion für den Erhalt der Grundschule Nord in Niedersprockhövel eingesetzt. Der Rat beschloss mit Mehrheit jedoch für den Sommer 2015 die Schulschließung.

Die Redaktion fragte die städtische Sozialfachbereichsleiterin Evelyn Müller, ob nach den aktuellen Plänen der Landesregierung zum Erhalt kleiner Schulen nun doch noch eine Überlebenschance für die Schule Nord besteht. Evelyn Müller: „Das Paket ist geschürt. Durch die Schließung spart die Stadt viel Geld. Und da die Grundschulen Nord und Börgersbruch nicht weit auseinanderliegen, sehen wir seitens der Verwaltung keine Notwendigkeit, das Paket nochmals aufzuschnüren.Es sei denn, aus dem politischen Raum wird das Thema nochmals aufgegriffen.“ Die 1. Klasse der Schule Nord besuchen derzeit 28 Kinder, die 2. 29, die 3. Klasse 21 und die vierte Klasse 23 Kinder. Zusammen: 101 Schüler. Künftig sollen 92 Schüler ausreichen, um eine einzügige Grundschule zu erhalten oder sie als Teilstandort einer anderen Schule zu führen. Für das Schuljahr 2012/2013 liegen 23 Anmeldungen vor. Die Grundschule Börgersbruch, so Evelyn Müller weiter, könne die komplette Versorgung für den Ortsteil Niedersprockhövel übernehmen.

Aus einem anderen Blickwinkel müsse man das das Prinzip „Kurze Beine - kurze Wege“ zum Beispiel bei der Grundschule Gennebreck im Ortsteil Herzkamp betrachten. Dort mache der Erhalt des Schulstandorts unter dem Aspekt der aktuellen Überlegungen der Landesregierung bei sinkenden Schülerzahlen einen ganz anderen Sinn. Die Kinder aus Horath, Herzkamp und Schee könnten ja nur per Bustransport zum Unterricht in eine andere Schule gebracht werden, was wieder Kosten verursache. Um dem Schulsterben zu begegnen, plant Ministerin Löhrmann, die durchschnittliche Klassenstärke von 24 auf 22,5 Schüler zu senken.

Kurt Bein

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