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Ikea-Homepark würde Handel gefährden

29.07.2010 | 17:33 Uhr
Ikea-Homepark würde Handel gefährden
Infoveranstalung der SIHK in der Sparkasse Gevelsberg zur geplanten IKEA Ansiedlung in Wuppertal.

Auf dem Gelände der Fertighaus-Ausstellung, am Eichenhofer Weg, an der Stadtgrenze zu Wuppertal, will sich Ikea nach 2013 ansiedeln.

Gegen den Möbelmarkt an sich gibt es auch keine Bedenken in den südlichen EN-Kreisstädten. Wie jedoch auf einer Veranstaltung in Gevelsberg deutlich wurde, will das Möbelhaus nicht alleine kommen. Ein Fachmarktzentrum soll rundherum für zusätzliche Attraktivität sorgen. Aber dies entspricht nicht dem Landesentwicklungsprogramm.

Um den örtlichen Einzelhandel vor Kaufkraftverlust zu schützen, soll nach dem Programm außerhalb der Innenstädte kein großflächiger Einzelhandel entstehen. Diese Position vertraten auf der Veranstaltung auch die Vertreter der Industrie- und Handelskammer zu Hagen.

Das 50 000 Quadratmeter große Ikea-Areal, an der Wuppertaler Stadtgrenze, auf dem der Möbelmarkt nur die Hälfte des Grundstücks für sich in Anspruch nehmen würde, so fürchten die Verbandsvertreter wie auch die politischen Vertreter der angrenzenden südlichen EN-Kreis-Städte, würde eine enorme Kaufkraft aus den Nachbarstädten abziehen. In einem Gutachten wurde die Summe von 200 Millionen Euro genannt.

Auch die Ratsfraktion der Sprockhöveler Grünen beschäftigte sich in ihrer Sitzung jetzt mit dem Thema. In einem Schreiben an die Landtagsfraktion wird um Hilfe gebeten. Käme Ikea alleine, sei dies eine Bereicherung für die ganze Region, unterstreicht Fraktionsvorsitzende Brigitte Altenhein. „Es geht nicht darum, Konkurrenz zu verhindern, aber die Einzelhändler vor Ort haben es jetzt schon schwer. Je nach Konzept des Homeparks würden einige Branchen kaum überleben können. Weitere Wege für die Kunden und geringere Attraktivität der Stadtteile wären die Folgen.“

Kurt Bein

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