Ideen für 40 Projekte gesammelt

Die Gestaltung des Bahntrassen-Radweges betrifft zu großen Teilen Sprockhövel.
Die Gestaltung des Bahntrassen-Radweges betrifft zu großen Teilen Sprockhövel.
Foto: FotoPool

Ennepetal/Sprockhövel..  Aufbruchstimmung auch in Sprockhövel. Das viel versprechende Leader-Projekt mobilisiert die Region und verspricht auch für das westlichste Fördergebiet lukrativ zu werden.

Auf der Abschlussveranstaltung am Montagabend im Haus Ennepetal tat sich einmal mehr die Bürgergemeinschaft Herzkamp als einer der wesentlichen Projektmotoren hervor. So ist bei der von Projektberater Jürgen Schewe vorgestellten Präsentation innerhalb des Sprockhöveler Stadtgebietes nicht von ungefähr ein gewisser Schwerpunkt im Ortsteil Herzkamp auszumachen.

Jugendförderung in Sprockhövel

So gehört die Entstehung eines Dorfgemeinschaftshauses zum mit insgesamt 40 Einzelprojekten ausgestatteten Ideenkatalog und könnte auf Initiative der Bürgergemeinschaft als VHS-Raum, Jugendtreff, Nostalgiecafé oder Ehrenamtskneipe fungieren.

Zu den Grundpfeilern der Gesamtbewerbung gehört indes die Gestaltung der Bahntrassen-Radwege, die unter dem Motto „Alte Trasse neu erfahren“ vorwiegend auch Sprockhöveler Gebiet betrifft und das Aufstellen von Kunstobjekten, Sportgeräten und Infotafeln sowie eine Teilbeleuchtung beinhalten könnte.

Konkrete Sprockhöveler Planungsideen gibt es zudem im Bereich der Jugendförderung, wo die Bollywood-Tanzgruppe des Jugendzentrums Haßlinghausen und das Rockfestival im Jugendzentrum Niedersprockhövel im Fokus musikalischer Vernetzungsprojekte stehen.

Attraktive Info-Karte soll entstehen

Darüber hinaus ist man natürlich auch in die allgemeinen, städteübergreifenden Konzepte involviert. Dies könnte die Entstehung von Tourismusbüros, einer Onlineplattform für Unternehmer oder einer Info-Kartierung im Stile eines „Regional-Wikis“ beinhalten.

Für dessen Umsetzung will sich die Herzkamper Delegation einsetzen und hat bereits gemeinsam mit Geografie-Student Tim Domenikus zu einem Arbeitskreis aufgerufen. „So eine Karte lebt von möglichst vielen Eintragungen und Aktivitäten“, erklärte der Herzkamper Holger Wanzke und nannte die Bereitstellung einer App als mögliche Aufwertung.

Wie die anderen Kooperationsstädte könnte auch Sprockhövel in den Genuss von historischen Regionalprojekten, Aussichtsplattformen, der Ausweitung von Wander- und Pilgerwegen, der Gewinnung regenerativer Energien, der Freilegung von Geotopen, regionalen Kulturtagen sowie von Naturer­lebnistage für die hiesigen Kindergärten und Grundschulen kommen. Was davon konkret umgesetzt wird oder wie der Ideenkatalog noch erweitert werden könnte, würde sich im Erfolgsfall entscheiden. Bis zum 16. Februar muss die Regionalbewerbung mit dem Titel „Ennepe.Zukunft.Ruhr“ in Düsseldorf abgegeben werden.

Bis dahin gilt es für Projektkoordinator Schewe, die Ausformulierung der Entwicklungsstrategie in Angriff zu nehmen. Eine Entscheidung über die Fördersumme in Höhe von 2,3 Mio. Euro wird wohl im Juni fallen.

„Wir sind auf einem guten Weg. Damit das nun weitergehen kann, sollte jetzt unbedingt eine Vernetzung erfolgen. Schließlich ist das Projekt ohne Sie tot“, appellierte Bürgermeister Ulli Winkelmann an die Bürger.