Das aktuelle Wetter Sprockhoevel 12°C
Standortsuche

Ideale Autobahnanbindung

08.06.2011 | 18:04 Uhr
Ideale Autobahnanbindung
Hinter dem Gewerbegebiet Eichenhoferweg verläuft die A1. Die Fläche hinter der BAB-Abfahrt der A 46, im hinteren Bildausschnitt, zählt mit zu den sieben Standorten, die eingehender geprüft werden.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis zählt mit seinen mittelständischen Betrieben der Bereiche Maschinenbau und Metallverarbeitung als starker Industriestandort im Lande.

Doch die Entwicklungsmöglichkeiten für Industrie und Gewerbe in den neun kreisangehörigen Kommunen sind längst an ihre Grenzen gestoßen. Topografie, die Nachbarschaft zu Wohnungsbaugebieten und Landschaftsschutz schränken die Wünsche vieler Kommunalpolitiker nach einer Ausweisung neuer Gewerbeflächen ein.

Hinzu kommt, dass die Kreisverwaltung Hinweise hat, dass Firmen in benachbarte Regionen wechseln könnten, in denen geeignet Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Käme es so, gingen viele Arbeitsplätze verloren und Steuereinnahmen brächen weg.

Unter Einbindung des Regionalverband Ruhr (RVR), als Träger der Regionalplanung, der EN-Kreisverwaltung und der neun EN-Städte, soll es zu einer „Interkommunalen Flächenentwicklung” kommen. Bei einer Vorauswahl von möglichen Gewerbestandorten, so genannten „Suchräumen” - alle mussten über zehn Hektar groß sein - wurden sieben Flächen ausgesucht, von denen etwa vier Standorte im Endeffekt als Gewerbegebiet in Betracht kommen könnten. Zwei von den sieben Flächen liegen entweder ganz oder zum Teil auf Sprockhöveler Stadtgebiet.

Beide Flächen liegen im Bereich des Autobahn-Kreuz Wuppertal-Nord. Einmal neben der Autobahnausfahrt der A 46, die auf die Schwelmer Straße mündet. Und die Zweite Fläche, ebenfalls an der Schwelmer Straße, liegt auf der linken Seite vor der Autobahnunterführung der A43, in Richtung Schwelm fahrend, noch vor dem Gewerbegebiet Stefansbecke III, in dem sich noch kleinere Firmen ansiedeln könnten. Sprockhövels Beigeordneten Bernd Woldt freut es, dass Sprockhöveler Flächen zu den „Suchräumen“ zählen. Andererseits befürchtet er, dass es recht lange dauern könnte, bis in dieser Sache Entscheidungen getroffen würden.

Da gehe es ja auch um die Änderung von Flächennutzungsplänen und die Bauleitplanung, an der wiederum zahlreiche Behörden beteiligt seien. Woldt: „Und zudem muss alles mit dem Regionalverband abgestimmt werden. Dabei wird auch erörtert, ob Flächen in Städten umgewidmet werden sollen. Das dauert eben.“ In diesem Zusammenhang erinnert er daran, dass nach Angaben der IG Metall im Rahmen des Strukturwandels bei den Bergbauzulieferfirmen an die 1500 Arbeitsplätze im relativ kleinen Sprockhövel verloren gegangen seien. „Den Verlust der Industriearbeitsplätze haben wir nicht voll ausgleichen können. Mit den Autobahnen wären wir ein idealer Standort. Es wäre wünschenswert, auch im Sinne unserer Jugendlichen, wenn wir neue Arbeitsplätze schaffen könnten“, so Woldt.

Kurt Bein

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4744395/create

Aktuelle Fotos und Videos
Millionenschaden
Bildgalerie
Großbrand
Familienfest
Bildgalerie
Himmelfahrt
Haßlinghause macht mobil
Bildgalerie
Feste
Ein Traditionsbetrieb
Bildgalerie
Handwerk
Aus dem Ressort
Sportliche Früherziehung
TuS Hiddinghausen
Das Turnabzeichen des DTB haben die 20 Mädchen und Jungen der Donnerstags-Gruppe des TuS Hiddinghausen innerhalb von drei Übungsstunden abgelegt. Übungsleiterin Sarah Schröder und Helferin Desiree Haarmann überreichten Urkunden und Abzeichen.
Weniger Arbeitslose im Mai
Frühjahrsbelebung
Im EN-Kreis verringerte sich im Mai die Zahl der Arbeitslosen um 144 auf 11 131. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 7,1 Prozent zurück. Die Entwicklungen in Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung waren von der Tendenz her einheitlich.