Hobeuken: Betreuung wird diskutiert

Kinder haben in der Grundschule Hobeuken eine Zukunft – auch im Schuljahr 2015/16 gibt es eine Eingangsklasse.Foto:Archiv, Poll
Kinder haben in der Grundschule Hobeuken eine Zukunft – auch im Schuljahr 2015/16 gibt es eine Eingangsklasse.Foto:Archiv, Poll
Foto: POLL, Arne
Was wir bereits wissen
Schulträger prüft Möglichkeiten zur Erweiterung des Angebots. Eingangsklasse in der Grundschule stand auf der Kippe. Anmeldungen reichen jetzt knapp aus.

Sprockhövel..  Endlich steht fest: Die Anmeldezahlen reichen aus. Die Grundschule Hobeuken bekommt eine Eingangsklasse mit 15 Schülern. Der Schulträger diskutiert längere Betreuungszeiten.

Zunächst stand auf der Kippe, ob in der Grundschule, die zu den kleineren Schulen im Stadtgebiet gehört, überhaupt eine eigene Eingangsklasse gebildet werden könnte. Dabei hatte es bisher nie Probleme gegeben. In den vergangenen Jahren kamen problemlos zwischen 25 bis 28 Erstklässler zusammen. Das zurückliegende Anmeldeverfahren bildete die Ausnahme.

Mit einem schwachen Jahrgang sei zwar zu rechnen gewesen. „Dass er aber so schwach war, das überraschte uns“, sagte Evelyn Müller vom Sachgebiet Soziales und Integration der Stadt. Eine Elternbefragung ergab: neben geringen Geburtenzahlen war auch die Betreuung ein Grund für die geringen Anmeldezahlen. Die Übermittagsbetreuung endet bereits um 15 Uhr – das reicht vielen berufstätigen Eltern nicht aus. Auch in den Ferien fehlten Angebote.

Einige Eltern aus dem Einzugsgebiet der Grundschule Hobeuken meldeten ihre Kinder daher an der Grundschule Haßlinghausen an, dort werden die Kinder bis 16 Uhr betreut. Laut Müller seien dies jedoch Einzelfälle gewesen. Dennoch klären die Vertreter der Stadt und des Schulträgers, der evangelischen Kirchengemeinde, in dieser Woche, welche Möglichkeiten sich zur Erweiterung des Betreuungsangebots bieten.

Eine solche Erweiterung wäre jedoch mit einigen Hürden verbunden. Genau wie die Grundschule Gennebreck ist die Grundschule Hobeuken keine Offene Ganztagsschule (OGS), sondern wird nach einem anderen Betreuungsmodel betrieben – mit einer schlankeren Version der Betreuung, flexibler, aber auch mit weniger Landesfördermitteln bedacht.

Während die Betreuung in Gennebreck über einen Elternverein läuft, liegt Hobeuken in kirchlicher Trägerschaft und ist an entsprechende Tarife gebunden. Dazu Pfarrer Thomas Bracht: „Durch eine Erweiterung fallen Personalkosten an, die auf die Eltern umgelegt werden müssen.“ Das treffe vor allem Eltern, die ein solches Angebot nicht nutzen wollen. Und wann die Betreuung endet, darüber habe auch nicht der Träger, sondern die Schulkonferenz zu entscheiden.

Im kommenden Jahr rechnet die Stadt mit keinen weiteren Problemen: „Laut Prognose ist mit 28 bis 29 Schülern zu rechnen“, sagte Müller. Sie könne damit, sollten auch Eltern jenseits der Stadtgrenze die Schule für ihre Kinder auswählen, sogar zweizügig laufen, sollte die Klassenrichtzahl, also der Verteilungsschlüssel, dies zulassen.