Herzkamp zeigt im Regen seine schönen Seiten

Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Eine Prüfungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ nahm den Stadtteil ganz genau unter die Lupe. Mitte September werden die Ergebnisse des Landesentscheides bekanntgegeben.

Sprockhövel..  Ausgestattet mit Regenschirmen und Gummistiefeln versammelten sich die Kommissionsmitglieder des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, unter anderem von der Landwirtschaftkammer NRW und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, um 11 Uhr im Schützenhaus. „Fasst euch kurz“, mahnt Gerlinde Honke-Feuerstack ihre Kollegen aus der Bürgergemeinschaft Herzkamp, die sich bereiterklärt haben, ihr Dorf so ansprechend wie möglich zu präsentieren. Honke-Feuerstack hat ein Auge auf die mit 120 Minuten für eine komplette Führung durch Herzkamp knapp bemessene Zeit. „Wenn einer überzieht, wird die Zeit bei den anderen Referenten abgezogen“, warnt sie vorausschauend.

Von der Tatsache, dass es Bindfäden regnete, ließ sich niemand aus dem Konzept bringen. „Wir sind schließlich ein ländlicher Raum und der Niederschlag war dringend notwendig“, muntert Bürgermeister Ulli Winkelmann bei seiner Begrüßung auf.

Nach einer kurzen einführenden Präsentation startete der auf die Minute genau getaktete Rundgang in Richtung Feldweg zum Lehn, um dort den demografischen Wandel und die Rolle des Dorfes in der Landschaft zu erläutern. Den Schirm etwas mühsam zwischen Schulter und Kopf geklemmt, zücken die Juroren ihre Schreibwerkzeuge, um eifrig Notizen zu machen. Um Punkt 12 Uhr – etwa vier Minuten hinter der Zeit – findet man sich in der Kirche ein, die gut beheizt und trocken ein willkommener Zwischenstopp ist.

Etwa eine Dreiviertelstunde vor Ablauf der vorgegebenen Zeit werden der Sportplatz und Bauwagen besichtigt, in den sich vor allem Jugendliche im Sommer gern zurückziehen. Ein eigentlich vorgesehenes Ständchen der Schüler wurde bei der Besichtigung der Grundschule knapp verpasst. Nachdem die Gruppe kurzerhand getrennt wurde, konnte der Zeitverlust aber geschickt wieder aufgeholt werden. Dann sangen eben die Kindergartenkinder, die sich gerade im Stuhlkreis versammelt hatten, spontan das versäumte Lied.

Punktlandung in der Gärtnerei

Dank der Beharrlichkeit von einer sichtlich erleichterten Gerlinde Honke-Feuerstack erreichte der Trupp um 13.15 Uhr die Gärtnerei Frenzel und schaffte damit eine Punktlandung. „Die Zeit ist allen immer der größte Feind“, sagt Kommissionsmitglied Peter Berner lachend und freut sich auf die heiße Suppe die nun, nach dem offiziellen Teil, für alle bereit steht. Gespräche über Herzkamp sind bei dem abschließenden Beisammensitzen tabu – man muss den anderen teilnehmenden Dörfern gegenüber schließlich fair bleiben.

Am 13. September dann werden im Versuchs- und Bildungszentrum Haus Düsse in Bad Sassendorf die Ergebnisse bekannt gegeben. Die Abschlussfeiern mit Übergabe der Urkunden, Plaketten und Preise finden am 14. November statt.