Heimatverein wird unruhig
16.02.2010 | 18:19 Uhr 2010-02-16T18:19:00+0100Bis zu den "Ruhr2010"-Aktivitäten wird die Zeit sehr knapp.
Friedlich, unter hohem Schnee begraben, liegt der Industriepark gegenüber der Zeche Alte Haase noch im Winterschlaf. Den Mitgliedern des Heimat- und Geschichtsverein sowie den Aktiven des Vereins Bergbauhistorischer Stätten ist dies gar nicht recht. Ihnen läuft die Zeit davon. Im Rahmen der „Ruhr2010” soll der kleine Park als Veranstaltungsort genutzt werden. Die alten Bergbaumaschinen müssen dazu einen neuen Anstrich erhalten. „Eigentlich müssten die vorbereitenden Arbeiten schon angelaufen sein”, meint der Vorsitzende des Heimatvereins, Ludger Haverkamp. Dass die überschaubare Zahl der aktiven Mitglieder beider Vereine überwiegend zu den älteren Semestern zählen, ist kein Geheimnis. Und so bekennt auch Werner Kipper, „wir haben ziemlichen Druck im Kessel. Ich hoffe nur, dass wir dies alles hinbekommen”.
In die Vorbereitungen eingebunden sind auch der Stadtmarketingverein und die VHS-EN-Süd. Während die Volkshochschule Personal für die Renovierungsarbeiten beisteuert, hilft das Stadtmarketing bei den Anträgen auf Fördergelder. Die Beteiligten hegen die Hoffnung, dem etwas abseits liegenden Industriepark an der Hattinger Straße zu etwas mehr Geltung zu verhelfen. So wird an dem Veranstaltungsprogramm noch gefeilt. Wie Rita Gehner, vom Stadtmarketing, sagt, wäre es wohl sinnvoll, auch für jüngere Leute und Jugendliche etwas anzubieten, vielleicht ein Rock-Konzert. Auch die Gartenfreunde, so Gehner, wollten mit Baumpflanzungen einen Beitrag leisten. Eine weitere Herausforderung stellt für den Heimatverein die Teilnahme an der Aktion „Schachtzeichen” vom 22. bis 30. Mai dar. Dann wird auf dem Gelände der Firma Sedus-Stoll, oberhalb der Zeche Alte Hasse, ein großer gelber Ballon in die Höhe steigen. Tagsüber wird der Ballon auf eine Höhe von 80 Metern gebracht, nachts muss er aus Sicherheitsgründen auf 20 Meter herab geholt und bewacht werden. Ludger Haverkamp: „Der Termin ist eigentlich ungünstig, er fällt in das Pfingstwochenende, da sind viele Menschen anderenorts unterwegs.” Begleitet werden die Vereinsaktivitäten von Wanderungen, die an der Heimatstube beginnen. In einem größeren Zelt sollen zudem Vorträge angeboten werden.
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