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Gutachten fehlen

12.08.2011 | 17:04 Uhr
Gutachten fehlen
Kunden schätzen das schwedische Möbelhaus. Besonders jüngere Menschen schätzen den unklomplizierten Einkauf,

In den südlichen EN-Kreisstädten sowie in der Kreisverwaltung warten die politisch Handelnden auf eine Nachricht aus Wuppertal zum Ikea-Homepark.

Der schwedische Möbelriese will sich – wie berichtet – auf dem Gelände der bestehenden Fertighausausstellung im Bereich des Autobahnkreuz Wuppertal-Nord ansiedeln. Aber nicht alleine. Im Schlepptau soll ein Einkaufszentrum mit verschiedenen Branchen installiert werden. In einer Anfrage an die Stadt Wuppertal – dies wurde auf einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss der Nachbarstadt im Mai bekannt – wurden die Bereiche Garten, Sport, Konsumelektronik, Fahrrad, Bürobedarf und Babyartikel genannt. Ob der Warenkorb mit den genannten Artikeln vollständig ist, daran haben Kritiker der Bürgerinitiative „leben wuppertal-nord e.v.” ihre Zweifel.

Heike Haarhaus, eine Sprecherin der Bürgerinitiative, sagt: „Alles deutet daraufhin, dass die Stadt Wuppertal und der Investor Ikea sich längst noch nicht darüber einig sind, welche Auswahl des Einzelhandelssortiments in dem Homepark angesiedelt werden soll.” Hinter den Kulissen scheint es auch aus den Reihen des Wuppertaler Einzelhandels vehementen Widerstand gegen das Homeparkprojekt zu geben. Ein Indiz dafür: Seit eineinhalb Jahren stehen Einzelhandelsgutachten sowie ein Verkehrsgutachten aus.

Nach den Vorstellungen von Ikea, so hieß es vor Monaten, soll das Zentrum im Bereich des Autobahnkreuzes mit den Autobahnen 1, 43 und 46 auf Wuppertaler Stadtgebiet eine eigene Zufahrt bekommen. Das Autobahnkreuz soll jedoch umgebaut werden. Wann dies geschieht, hängt wohl von der Kassenlage bei Bund und Land ab. In den bisher bekannten Umbauplänen von StraßenNRW wurde eine Ikea-Zufahrt bislang nicht berücksichtigt. Und so kann Wuppertal auch kein Verkehrsgutachten vorlegen.

In einer konzertierten Aktion haben die Bürgermeister der Südkreis-Kommunen wie auch Landrat Dr. Arnim Brux, gegen das Projekt Stellung bezogen. Wie Sprockhövels Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid, erklärte auch Landrat Brux im Gespräch mit der Redaktion: „Ich habe vor zwei Wochen mit Wuppertals OB Peter Jung über andere Themen gesprochen. IKEA kam nicht zur Sprache. Bevor wir in dieser Sache mit Wuppertal erneut diskutieren, brauchen wir Fakten. Und die versprechen wir uns von den Inhalten der ausstehenden Gutachten.”

Kurt Bein

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