Grundschule Nord läuft aus

Die Grundschule Nord in Niedersprockhövel am Busbahnhof wird zu einem Dienstleistungszentrum.
Die Grundschule Nord in Niedersprockhövel am Busbahnhof wird zu einem Dienstleistungszentrum.
Foto: Funke Foto Services
Mit Beginn der Sommerferien endet die Ära der Grundschule Nord. Grundschüler in Niedersprockhövel gehen dann zum Börgerbruch.

Sprockhövel..  Das Ende der Grundschule Nord im Herzen Niedersprockhövels naht. Mit dem Beginn der Sommerferien 2015 läuft die Schule aus. Alle Grundschulkinder Niedersprockhövels besuchen dann die Grundschule Börgersbruch an der Dresdener Straße.

Der Grundsatzbeschluss für diese Maßnahme wurde im Jahr 2011 vom Rat mit großer Mehrheit getroffen. Eltern gingen auf die Barrikaden und die FDP vertrat mit ihren Gegenstimmen im Rat politisch die Interessen der Elternschaft.

Hintergrund der umstrittenen Entscheidung war jedoch ein Spardiktat der Bezirksregierung. Politik und Verwaltung standen mit dem Rücken zur Wand. Im Rahmen des Stärkungspaktes und der Haushaltskonsolidierung der Stadt verlangte die Bezirksregierung Arnsberg ein Liste mit Sparvorschlägen. Unter anderen Maßnahmen traf es die Grundschule Nord. „Die Entscheidung, die Schule zu schließen, ist allen Beteiligten nicht leicht gefallen“, erinnert sich Ralph Holtze.

Der städtische Eigenbetrieb Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGS) erhielt vom Rat den Auftrag, ein Konzept für eine weitere Nutzung des Gebäudes zu entwickeln. Im Gespräch mit der Redaktion erläuterte ZGS-Leiter Ralph Holtze die im Wirtschaftsplan abgesegneten Maßnahmen.

In das Erdgeschoss des Gebäudes wird das Bürgerbüro sowie Dienstleistungen wie Rentenberatung, Einwohnermeldeamt und die Stelle für Hundesteuer sowie die Zweigstelle der städtischen Bücherei einquartiert. Auf dem Schulhof werden an die 25 Parkplätze entstehen. Vom Hof aus besteht auch ein barrierefreier Zugang zum Gebäude.

Für zwei Räume im Obergeschoss hat die VHS EN-Süd Interesse angemeldet, um mehr Kurse, Workshops und Seminare in Sprockhövel anbieten zu können. Weiterhin wird im ersten Stockwerk auch die Psychosoziale Beratungsstelle des Ennepe-Ruhr-Kreis in zwei Räumen untergebracht. Für diese Maßnahme, so Holtze, bestünden vertragliche Verpflichtungen. Die Beratungsstelle befindet sich derzeit noch in der Grundschule Börgersbruch. Da seitens der Politik von der ZGS weitere Einsparvorschläge erwartet werden, schlägt Ralph Holze vor, die erst im Sommer in angemieteten Räumen des Bauvereins eingerichtete Großtagespflegestelle in die Räume des jetzigen Bürgerbüros zu verlagern. „Das spart Miete“, sagt er.

Dazu wird Holtze einer Kommission, die aus Vertretern von Politik und Verwaltung besteht, Ende nächster Woche eine Kosten-Nutzungsanalyse vorlegen.