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Gespräch zur Ortsumgehung

28.09.2010 | 17:59 Uhr
Gespräch zur Ortsumgehung
Niedersprockhövel soll vom Verkehr entlastet werden. Die Umgehungsstraße ist seit Jahrzehnten ein Thema.

Geht es in Sprockhövel um Verkehrsprobleme, so führt kaum ein Weg am Landesbetrieb StraßenNRW vorbei. Zweimal im Jahr stehen Arbeitsgespräche mit der Landesbehörde an. So auch in der vergangenen Woche. Bürgermeister Walterscheid und Beigeordneter Woldt trafen mit Ludger Siebert, Leiter der StraßenNRW-Niederlassungen Siegen/Hagen, zusammen. Dabei ging es um die unbedingt notwendige Sanierung der Wittener Straße, „was wir nochmals mit aller Deutlichkeit angesprochen haben“, betont Beigeordneter Bernd Woldt, wie auch um die künftige Anbindung des Versorgungszentrums neben dem Rathaus.

Doch im Mittelpunkt stand wohl der so genannte „Mittlere Ring“, die Umgehungsstraße L70n in Niedersprockhövel. Nachdem StraßenNRW im Jahr 2009 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet hat und die Planung einen Monat lang im Rathaus einzusehen war, gingen um die 50 Einwände und Bedenken bei der Stadt ein. „Im Internet gab es ein Formular, das man runterladen konnte. Viele der eingegangenen Bedenken waren gleichen Wortlauts“, sagte Woldt gestern. Zu den eingegangenen Bedenken und Anregungen müssen die Stadt wie auch die Landesbehörde nun Stellung nehmen. Danach gehen die Einwände und Stellungnahmen an den Regierungspräsidenten.

Bernd Woldt rechnet fest damit, dass es noch in diesem Jahr einen Erörterungstermin geben wird. Am Tisch sitzen dann die Bedenkenträger, die diese Baumaßnahme grundsätzlich ablehnen, die Stadt, der Regierungspräsident und der Landesbetrieb. Der nächste Schritt: Nach dieser Aussprache werden alle Unterlagen dem NRW-Verkehrsministerium zugeleitet. „Danach erwarten wir von der Stadt aus Düsseldorf den Feststellungsbeschluss, der das Baurecht sichert“, betont der Beigeordnete. Er rechnet in der ersten Jahreshälfte 2011 mit einer positiven Nachricht aus der Landeshauptstadt.

Wenn das Baurecht bestehe, werde der Landesbetrieb noch Grundstücksverhandlungen führen. Diese Verhandlungen seien erst dann möglich und machten Sinn, wenn ein Planfeststellungsbeschluss vorliege. Wenn alles nach Plan verläuft, rechnet Bernd Woldt mit einem Baubeginn Ende 2012, Anfang 2013.

Kurt Bein

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