Gefährlicher Schulweg Hauptstraße

Die Hauptstraße in Niedersprockhövel zu überqueren gestaltet sich oft schwierig und an den Querungshilfen haben Fußgänger trotzdem kein Vorrang.
Die Hauptstraße in Niedersprockhövel zu überqueren gestaltet sich oft schwierig und an den Querungshilfen haben Fußgänger trotzdem kein Vorrang.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Eine Verkehrsberuhigung der Durchgangsstraße wünschen sich die Geschäftsleute wie auch ihre Kunden. seit Jahren vergebens.

Sprockhövel..  Der Autoverkehr auf der Hauptstraße beschäftigt seit Jahren die Gemüter der Einwohner in Niedersprockhövel. Täglich rauschen an die 13 000 Kraftfahrzeuge über die Landesstraße. Dicke 40-Tonner wie Personenwagen.

Der Straßenraum ist aufgeteilt in zwei Fahrbahnen, Bürgersteige links und rechts und teilweise einen etwa einen Meter breiten Fahrradweg, der allerdings nur selten genutzt wird.

Seit 30 Jahren wartet die Stadt auf eine Entlastung durch die Umgehungsstraße L 70n. Im Jahr 2012 wurde der Planfeststellungsbeschluss für die rund einen Kilometer lange Ortsumgehung zwischen der Haßlinghauser Straße und der Wuppertaler Straße gefasst. Dagegen legte Martin Debold von der Piratenpartei Klage beim Verwaltungsgericht in Arnsberg ein. Seitdem herrscht Funkstille. Eine Entscheidung des Gerichts steht noch aus.

Wie aus Kreisen der Niedersprockhöveler Kaufmannschaft zu erfahren ist, soll Debold schon angekündigt haben, bei einer Abweisung seiner Klage das Oberverwaltungsgericht in Münster in Anspruch zu nehmen. Und dieses Verfahren dürfte dann wohl nochmals Jahre andauern.

Doch ohne eine Umgehungsstraße bleibt es auf der Hauptstraße unruhig und gefährlich. „Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen haben nicht selten Probleme die Fahrbahnen zu überqueren“, sagt Dirk Schulz von der WIS. Käme die Ortsumgehung, könnte die Hauptstraße zu einer Gemeindestraße abgestuft werden. Mit Plänen für eine Verkehrsberuhigung, für zusätzliche Parkplätze und einer allgemeinen Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raumes könnte begonnen werden.

Und da wächst in wenigen Monaten noch ein weiteres Problem heran. Denn wenn die Grundschule Nord mit den Sommerferien ihre Türen schließt, werden noch mehr Kinder aus den Wohngebieten Gedulderweg, Bochumer Straße und Am Becker als bisher schon die Hauptstraße auf ihrem Schulweg überqueren müssen.

Aus diesem Grunde wurde in der Sitzung des Werberings vereinbart, dass die Stadtverwaltung einen erneuten Vorstoß bei der Behörde Landesstraßen NRW in Hagen unternimmt, um auf der Hauptstraße ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde einzurichten. Entsprechende Gespräche, so Bürgermeister Ulli Winkelmann, sollen schon bald geführt werden. Dies wäre nicht das erste Mal, dass die Stadt mit diesem Anliegen in Hagen vorstellig wird. Da es sich bei der Hauptstraße um eine Hauptdurchgangsstraße handelt, wurde der Bitte nicht bisher gefolgt.