Frühlingsfest für Flüchtlinge

Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Ideen für Integration von Flüchtlingen in Vereinen wurden gesammelt. Die Stadt sucht Wohnungen als Unterkünfte.

Sprockhövel..  Das Jugendzentrum Haßlinghausen ist ein Ort der Begegnung beim Frühlingsfest für Flüchtlinge, das Stadt, Parteien, Institutionen, Vereine und Gruppen gemeinsam organisiert haben. „Dass sich so viele Bürger für das Thema einsetzten, ist keine Selbstverständlichkeit“, freut sich Michael Bergediek, Flüchtlingskoordinator der Stadt.

Ein junger Syrer nahm das Fest als Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen. „In Syrien ist Krieg, dahin kann ich nicht zurück“, sagt er. Seine Flucht dauerte ein Jahr. Er kam nach Dortmund und von dort aus nach Sprockhövel. Seit sieben Monaten lebt er hier, macht zurzeit einen Deutschkurs. Den hat ein anderes Flüchtlingspaar längst hinter sich gebracht. Sie lernten nicht nur die Sprache, sondern wurden auch für das Berufsleben fit gemacht. „Wir finden das Fest richtig toll“, sagten sie.

Obwohl noch nicht klar ist, ob es eine Neuauflage des Festes geben wird, sprudelten die Ideen, wie die Flüchtlinge integriert werden können. Hans-Jürgen Piorreck, neuer Vorsitzender des Stadtsportverbands: „Wir müssen das zwar noch mit den Vereinen absprechen, aber es sollte die Möglichkeit geben, dass die Flüchtlinge kostenlos an den Übungsstunden teilnehmen können.“ Der Vorstand des Verbandes werde ein entsprechendes Schreiben für die Vereine vorbereiten.

Und da nach wie vor neue Flüchtlinge und Asylbewerber in die Stadt kommen, sucht die Stadt weiter nach Privatwohnungen, die sie zur Unterbringung anmieten kann. Denn das Containerdorf an der Flurstraße lässt auf sich warten.Die Ausschreibung läuft noch und das Thema wird erst am 15. Juni im nicht öffentlichen Teil des Betriebsausschusses besprochen.