Freifunk steht in Sprockhövel in den Startlöchern

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Was wir bereits wissen
Die Infrastruktur für ein öffentliches Netzwerk ist vorhanden. Nach den öffentlichen Gebäuden sollen die Mittel- und die Hauptstraße abgedeckt werden.

Sprockhövel..  Sprockhövel stellt einen freien Internetzugang zur Verfügung. In vielen öffentlichen Gebäuden ist die Hardware bereits vorhanden – jetzt braucht es nur noch einen offiziellen Starttermin. In näherer Zukunft sollen auch die städtischen Einkaufsmeilen abgedeckt werden. Sobald alles läuft, ist es den Bürgern möglich, sich jederzeit kostenlos ins Internet einzuwählen. Möglich macht dies die nicht-kommerzielle Initiative Freifunk, die ihren Ursprung in Berlin hat. In Sprockhövel kümmert sich Lars Langewiesche um die Einrichtung des Netzwerks, in enger Zusammenarbeit mit Freifunk Rheinland.

Wenn das Netzwerk auch noch nicht steht: Die Infrastruktur ist in den öffentlichen Gebäuden bereits vorhanden. „Es musste nur der Schalter umgelegt werden, damit man sich in das Freifunknetz einwählen kann.“ Da die passende Hardware bereits vorhanden war, entstanden für die Stadt keine zusätzlichen Kosten – auch Lars Langewiesche arbeitet ehrenamtlich. Angeschlossen sind: die Bürgerbüros, die Busbahnhöfe, die Glückauf-Halle, die Bücherei Niedersprockhövel, das Übergangswohnheim und das Rathaus.

An Schulen werde das Netz, wenn überhaupt, nur mit Einschränkungen betrieben. „Das würden wahrscheinlich die Bemühungen der Eltern untergraben, die das Netz daheim so sicher wie möglich machen“, sagte Lars Lan-gewiesche. Wenn überhaupt, werde sich das Netzwerk auf Aulen und Mensen beschränken und nur außerhalb der Schulzeit betrieben. „Kindertagesstätten sind komplett außen vor.“

Nächster Schritt: Abdeckung der Mittel- und Hauptstraße

Sobald das Freifunk-Netzwerk für die öffentlichen Gebäude freigeschaltet ist, folgt der nächste Schritt: Die Abdeckung der Mittel- und Hauptstraße. „Und dafür brauchen wir Mitstreiter.“ Für das Freifunk-Netzwerk müsse lediglich ein Router her. Kosten: 15 Euro. Auch rechtlich sei alles auf einem guten Weg. Ein Grund, warum auch die Verantwortlichen der Stadt sich „einen Kopf gemacht haben, ob wir das wollen“, so Bürgermeister Winkelmann. Schließlich standen alle Zeichen auf grün.

Ideengeber für das öffentliche Netzwerk war Ulli Winkelmann – mehr oder weniger. „Auf einer Busfahrt kam ich mit meinem 15-jährigen Sohn und dessen Freunden ins Gespräch“, sagt er. Es sei also eigentlich ein Arbeitsauftrag der Jugendlichen gewesen. „Heranwachsende sind da medial wesentlich affiner.“ Die Umsetzung der Idee ging dann ganz pragmatisch und schnell. Mit WIS und Werbegemeinschaft nahm Winkelmann bereits Kontakt auf und stellte die Idee des freien Funknetzes vor.