Firmen halten an Ausbildung fest

Die Ergebnisse einer Blitzumfrage des Märkischen Arbeitgeberverbandes erläuterte  Präsident Horst-Werner Maier Hunke.
Die Ergebnisse einer Blitzumfrage des Märkischen Arbeitgeberverbandes erläuterte Präsident Horst-Werner Maier Hunke.
Foto: Josef Wronski/IKZ
Was wir bereits wissen
An der Konjunktur-Umfrage der Märkischen Arbeitgeber haben sich 180 Unternehmen mit rund 25000 Beschäftigten beteiligt.

Sprockhövel..  „Trotz der Auftragseinbrüche im zweiten und dritten Quartal war 2014 für die heimische Metall- und Elektro-Industrie ein insgesamt ordentliches Jahr. Grundsätzlich sind die Unternehmen gut aufgestellt“, erklärte der Vorsitzende des Märkischen Arbeitgeberverbandes Horst-Werner Maier-Hunke die Ergebnisse der Konjunkturumfrage für 2014/15 für die heimische Metall- und Elektro-Industrie.

Skepsis sei dennoch angebracht. Die schwächelnde Konjunktur im Euro-Raum, die Ukrainekrise, aber auch zusätzliche rein regionale Belastungen wie die erhöhten Netzentgelte bei der Energieversorgung könnten Spuren hinterlassen, so Maier-Hunke. Er warnte in diesem Kontext vor weiter fallenden Ölpreisen, da diese zu einer Deflation führen könnten.

An der Umfrage haben sich 180 Unternehmen mit rund 25000 Beschäftigten beteiligt. Gut 90 Prozent der Betriebe bewerten ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als gut bzw. befriedigend. Laut Umfrage wird sich die Dynamik bei den Auftragseingängen aus dem vierten Quartal 2014 sowohl im Inland als auch im Ausland in den nächsten Monaten nicht fortsetzen. Nur noch 70 Prozent der Unternehmen erwarten aus dem Inland bessere oder gleich gute Aufträge (2014: 78 Prozent). Auch bei den Auslandsaufträgen ist die Zahl der Optimisten mit 63 Prozent (Vorjahr 77 Prozent) stark gesunken. Über ein Drittel bewerten hier die Aussichten als schlecht. Die Zahl der Unternehmen, die ihre Belegschaft aufstocken wollen, hat sich von 19 auf 14 Prozent verringert. Demgegenüber ist der Anteil der Betriebe, die Stellen abbauen wollen, von sechs auf acht Prozent gestiegen. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist nach wie vor hoch. 82 Prozent werden im Jahr 2015 ihre Ausbildungsquote beibehalten, zehn Prozent planen eine Ausweitung. 27 Prozent der Betriebe planen eine Erhöhung ihres Investitionsvolumens in diesem Jahr.