Eltern entscheiden über Gemeinschaftsschule
02.11.2010 | 18:19 Uhr 2010-11-02T18:19:00+0100
Sprockhövel.Das Thema Gemeinschaftsschule gewinnt an Kontur: Die Verwaltung lädt zur Informationsveranstaltung am Dienstag, 9. November um 19 Uhr in die Glückauf-Halle ein und plant eine Elternbefragung.
Ein Brief an die Eltern der 500 Kinder in der dritten und vierten Grundschulklasse informiert über die geplante Struktur der Gemeinschaftsschule. Die Eltern werden darüber entscheiden, ob ihre Kinder ab dem kommenden Sommer eine Gemeinschaftsschule besuchen oder nicht. Es werden wohl deutlich mehr positive Antworten für die neue Schulform nötig sein als die Mindestzahl von 69 Schülern, um die Bezirksregierung von der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule zu überzeugen, sagt Evelyn Müller, Fachbereichsleiterin Soziales. Die Angaben im Fragebogen seien ja keine bindenden Zusagen. Bis zum 10. Dezember muss der Antrag in Arnsberg vorliegen. Geht die Gemeinschaftsschule im Sommer an den Start, würde das das Ende für die Hauptschule bedeuten, die dann ausliefe.
Welche Lösung sich die Verwaltung wünscht, ist klar: „Eine Gemeinschaftsschule wäre eine Schule für alle in Sprockhövel“, sagt Müller. „Wir wollen ortsnah die Schulsituation verbessern und damit auch für mehr Attraktivität des Wohnortes sorgen.“
Es ist geplant, dass alle Schüler bis Ende des sechsten Schuljahres zusammen lernen. Erst dann könnten sie auf Haupt-, Realschul- oder gymnasiale Kurse aufgeteilt werden. Für alle drei wäre aber nach der zehnten Klasse in Sprockhövel Schluss. Die Verwaltung verhandelt mit Gesamtschule und Gymnasien in Hattingen sowie der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule über einen Vertrag, der die Übernahme angehender Oberstufenschüler garantieren soll. Bleibt noch die Platzfrage: „Im Moment ist ja noch das Stadtarchiv auf dem Gelände der Hauptschule“, sagt Evelyn Müller. „Das wird wohl raus müssen.“ Umbauten seien dann wohl ebenfalls notwendig.
15:30
Eine kleine überschaubare Schule für alle Kinder, in der erst nach der 6. Klasse über die weitere Schulform der Schüler entschieden werden muß. Wenn Sprockhövel das in der zugegeben sehr kurzen Zeit hin bekommt, wäre es für alle zukünftigen Schüler und für Sprockhövel ein Vorteil.
19:52
Als Vater von drei Kindern, die alle Schulen in Hattingen besuchen müssen freue ich mich, daß die Sprockhövler Politiker endlich mal was tun, damit alle Kinder hier im Ort eine Schule besuchen können. Die Grundschulen und auch die Hauptschule haben einen sehr guten Ruf, aber Realschüler und Gymnasiasten haben davon nichts. Das könnte sich mit einer Schule in der alle Schulformen unter einem Dach sind ändern. Ich hoffe für alle zukünftigen Schüler daß das klappt und sie in Sprockhövel eine Schule besuchen können.