Einwohner säubern ihre Stadt
14.04.2010 | 21:12 Uhr 2010-04-14T21:12:00+0200
Freitag und Samstag wird die Stadt geputzt. Erst greifen am Freitag die Kindergärten und Schulen zum Besen und am Samstag folgen Unternehmen, Vereine und Privatpersonen.
Jeglicher Unrat, den andere, weniger umweltbewusste Personen unbedacht in der Landschaft entsorgen, wird eingesammelt. Und immer mehr Einwohner schließen sich in ihren Stadtteilen der Aktion „Sprockhövel putz(t)munter“ an. Federführend ist das städtische Ordnungsamt. Wie Amtsleiter Thomas Mai am Mittwoch sagte, seien von den einzelnen Sammel-Gruppen 842 Mitwirkende gemeldet worden. Eine Zahl, die sich in einer Stadt der Größe Sprockhövels durchaus sehen lassen kann. Gesäubert werden Straßenränder, Grünanlagen, Wege und Plätze sowie das Umfeld von Schulen und Busbahnhöfen.
Ausrangierte Möbel, alte Autoreifen und Überbleibsel von Wohnungssanierungen wie Farben, Lacke und Tapetenreste werden gerne an Waldrändern oder anderen „versteckt liegenden Orten“ entsorgt. Der Weg zu den Müll-Entsorgungsstationen in Gevelsberg und Witten erscheint vielen Zeitgenossen entweder zu weit zu sein oder sie wollen die recht hohen Entsorgungsgebühren an den Umladestationen umgehen. Einen Grund zur Klage haben auch die Landwirte. Was sie alles an den Rädern ihrer Äcker und Felder einsammeln, würde pro Jahr locker einen Großcontainer füllen.
Alle Umweltbewussten treffen sich am Samstag, 17. April, ab 12.30 Uhr nach getaner Arbeit zu einer Abschlussveranstaltung im Forum der Grundschule Börgersbruch, in Niedersprockhövel. Getränke und ein Imbiss werden zur Manöverkritik angeboten.
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