Ein Lager wie zu Zeiten Robin Hoods
20.05.2008 | 18:56 Uhr 2008-05-20T18:56:31+0200Fünf Bogensport-Vereine aus der Region nehmen am ersten "30-Meter-Turnier" des BSC Sprockhövel teil
Schützen, ausgerüstet mit Pfeil und Bogen, tummeln sich auf der großen Wiese. Holzbänke und ein großer Grill bilden ein kleines Lager. Beim ersten überregionalen 30-Meter-Turnier des Bogen-Sport-Club Sprockhövel fühlt man sich in die Zeit des legendären Robin Hood versetzt.
Fünf Vereine treten gegeneinander an. "Im Vordergrund steht aber nicht der Leistungsgedanke. Wichtiger ist, dass sich die Bogenschützen kennen lernen und austauschen können", erklärt Dietmar Stachorra, Gründer und Vorsitzender des BSC Sprockhövel.
Eingeteilt nach Altersklassen schießen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in zwei Durchgängen, jeweils 36 Pfeile Richtung Zielscheibe. Die Entfernung variiert nach Altersklasse - von zehn Metern bei den Jüngsten bis zu 30 Metern bei den Erwachsenen.
"Geschossen wird mit verschiedenen Bogenarten, zum Beispiel mit Compoundbögen. Bei diesen Bögen wird durch spezielle Umlenkrollen ab einer bestimmten Auszugslänge das Zuggewicht reduziert. So ist ein ruhigerer Halt möglich", erklärt Stachorra.
Die immer noch außergewöhnliche Sportart ist für jedermann geeignet. Ungeachtet des Alters. So ist das jüngste aktive Mitglied im Bogensportclub sechs Jahre und das älteste Mitglied 70 Jahre alt. Auch Rollstuhlfahrer können den Sport ausüben: "Wir haben eine Rampe angeschafft, sodass auf dem Gelände auch im Rollstuhl trainiert werden kann", so Dietmar Stachorra.
Aber eines ist auch klar: Wetterfest sollte man als Bogenschütze sein, denn "trainiert wird bei jedem Wetter". Das Jugendtraining findet immer samstags in der Zeit von 14 bis 16 Uhr statt, am Sonntag wird ab 10 Uhr gemischt geübt. Interessierte sind herzlich eingeladen, zu diesen Zeiten vorbeizuschauen.
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