Ein Griff mit Folgen
12.02.2010 | 18:39 Uhr 2010-02-12T18:39:00+0100
Sprockhövel. Maximilian Jansen (11) aus Haßlinghausen spielt Akkordeon – dies war vor vier Jahren seine Wahl beim Instrumentenkarussell.
Vor vier Jahren war's, als Maximilian Jansen (11) aus Haßlinghausen seine Wahl am Instrumentenkarussell traf. Ein Griff mit Folgen. Seitdem spielt er Akkordeon – das ist auch nicht zu übersehen, wenn er fürs Musizieren unterwegs ist.
Das Instrument steckt in einem Trolley und ist ziemlich groß. Den Transportkoffer hat Maximilian, damit er im Sommer alleine zur Musikschule, die nur einen Spaziergang weit entfernt liegt, gehen kann. Im Moment, bei dem Schnee, fahren ihn seine Eltern Tatjana und Stephan Jansen auch dorthin. Aber das tun sie einen Großteil der Woche über sowieso: Maximilians Zeit ist nämlich weitgehend durchgeplant. Er übt täglich eine halbe bis eine Stunde auf dem Akkordeon. Zusätzlich geht er einmal die Woche in die Musikschule, einmal probt er mit dem Akkordeon-Orchester, einen weiteren Nachmittag verbringt er beim Schulorchester des Gymnasiums in Gevelsberg, das er besucht.
Mittlerweile spielt er so gut, dass er beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert” in Attendorn den zweiten Platz belegt hat. Er ist nicht ganz allein als musikalisches Talent in Sprockhövel. Auch andere Kinder aus der Musikschule Sprockhövel haben das geschafft: Ole Prochnow (Trompete) und Maren Wondra (Klavier).
Maximilian ist mit dem Akkordeon allein aber nicht ausgelastet: Er singt auch noch in zwei Chören und geht zum Schwimmen. „Damit er wenigstens ein bisschen Ausgleich hat”, sagt seine Mutter.
Die große Liebe des Nachwuchsmusikers ist aber sein Akkordeon. Vor vier Jahren hat er sich in der Musikschule auf dieses Instrument festgelegt. „Das war beim Instrumentenkarussell”, sagt er. Besonders gefallen hat ihm, dass man andere Instrumente imitieren kann: Bass, Violine oder Oboe.
Dazu kann man auf dem Akkordeon noch Mischvarianten aus den verschiedenen Instrumenten erzeugen. Mit der rechten Hand bedient Maximilian die Tasten, mit der linken bewegt er das Instrument. So zieht es die Luft ein, die letztlich den Ton erzeugt.
Bald muss Maximilian nicht mehr allein zu Hause üben: Auch Bruder Felix (7) spielt seit einem Jahr, und beide wollen zusammen spielen. Moritz, der zweite Bruder, ist mit seinen zwei Jahren dafür noch etwas zu klein.
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