Ein gläsernes Geschenk für die Kirche

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Im Rahmen des Pfingstgottesdienstes am Sonntag übergab die Künstlergruppe ihr Kunstwerk der evangelischen Kirchengemeinde Sprockhövel.

Sprockhövel..  Jakobs Himmelsleitern – der Bibeltext aus dem alten Testament diente als Vorlage für das Glaskunstwerk, das die zehn Mitglieder der ev. Gemeinde Sprockhövel in zwei Wochenenden entwarfen und bauten. Dazu ging es an beiden Workshopwochenenden in die Werkstatt des Sprockhöveler Glaskünstlers Udo Unterieser, der den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite stand.

Das Projekt wurde von Matthias Kriese, dem Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung Ennepe- Ruhr initiiert, der auch selbst als Teilnehmer bei dem Workshop mitwirkte. „Ich traf Herrn Unterieser vor zwei Jahren, war sofort angetan von seinen Arbeiten und sagte ihm damals schon, dass ich gerne einmal mit ihm zusammenarbeiten würde“, erzählt Kriese. „Zufällig las ich dann in einer Broschüre vom Projekt der Westfälischen Bilderbibel, das im Rahmen des Themenjahres „reformation.bild.bibel.“ zum Reformationsjubiläum ausgeschrieben war.“ Dabei ging es darum, dass sich Gemeindemitglieder einer vorher ausgewählten biblischen Geschichte künstlerisch nähern. Das Kunstwerk würde daraufhin fotografiert und das Bild mit in die Bilderbibel aufgenommen.

Wenige Anrufe später war auch Pfarrerin Heike Rienermann mit dabei. „Wir entschieden uns gemeinsam mit dem Presbyterium für den Text mit Jakobs Himmelsleitern, da eben diese in unserer alten Kirche im Grünen neben dem Altar als Verzierung abgebildet waren“, so Rienermann. Mit einer „erstaunlich großen“ Resonanz fanden sich auch schnell zehn Workshop-Teilnehmer, die sich am ersten Wochenende zunächst mit dem Bibeltext auseinandersetzten und sich ihm in verschiedenen Übungen näherten. Denn ein Verständnis für die Bibelgeschichte setzte eine kreative Arbeit mit ihm voraus.

„Am zweiten Workshop-Tag versuchte uns Udo mit dem Material vertraut zu machen“, erklärt Kriese. „Dazu versuchten wir beispielsweise das Glas mithilfe von verschiedenen Schablonen zu schneiden.“ Dass es dabei auch hin und wieder zu kleineren Schnittverletzungen kam, störte die Teilnehmer wenig, zu aufregend waren die neuen Erfahrungen, die sie hier machen konnten. „Der schwierigste Teil des Entstehungsprozesses war das Erstellen eines Entwurfs, mit dem alle zufrieden waren.“

Das fertige, dreiteilige Kunstwerk zeige aber Ideen aus allen Entwürfen. Die Glasplatten selbst werden von einem Metallgestell gehalten, zu dem passend noch ein Buch-Ständer gefertigt wurde. Auf diesem soll zukünftig ein Fürbittenbuch Platz finden, dessen Einträge, hofft Pfarrerin Heike Rienermann, „vielleicht in den Predigten der Gottesdienste mitaufgenommen werden können“.