Dies ist kein Taxi-Parkplatz

Leicht verblasst, aber noch gut lesbar: Weil auf dem Boden immer noch „Taxi“ steht, bleibt der Platz leer.
Leicht verblasst, aber noch gut lesbar: Weil auf dem Boden immer noch „Taxi“ steht, bleibt der Platz leer.
Foto: Funke Foto Services

Sprockhövel..  Autofahrer auf der Suche nach einer Parkmöglichkeit, aber alles ist belegt – keine Seltenheit auf der Hauptstraße. Wobei: Ist wirklich alles belegt? Nein, ein Parkplatz am unteren Teil der Straße bleibt eigentlich immer frei, obwohl das gar nicht (mehr) so sein müsste.

Schild ist weg, Schrift bleibt

„Taxi“ steht in noch großen weißen Buchstaben auf dem Boden des Parkplatzes kurz unterhalb des Bürgertreffs.

Tatsächlich war dieser Platz einmal reserviert für Taxi-Unternehmen, ist es aber nun schon seit einigen Wochen nicht mehr. Der Wählergemeinschaft „Wir für Sprockhövel“ (WfS) war nach Auskunft von deren Mitglied Dirk Schulz aufgefallen, dass eigentlich nie tatsächlich ein Taxi dort stand.

Diesen Hinweis griff die Verwaltung auf und kontaktierte die örtlichen Taxi-Unternehmen. „Wir haben mit ihnen abgeklärt, ob dort noch ein Bedarf bestand“, sagt Ordnungsamtschef Thomas Mai. „Das wurde verneint.“

Im Gegensatz übrigens zu einer ganz ähnlichen Anfrage der Verwaltung vor mehreren Jahren. „Damals hieß es, der Parkplatz werde noch benötigt“, so Mai.

Weil die Beförderungsunternehmer also keinen Bedarf an der Stellfläche mehr hatten, ließ die Stadt vor dem vergangenen Jahreswechsel das Schild entfernen, das den Platz zuvor als für Taxis reserviert auswiesen hatte.

Nur: Die Schrift am Boden, die blieb. Eine Entfernung sei zu teuer. „Aber sie hat keine Gültigkeit mehr“, sagt Thomas Mai.

Das wiederum bekamen allerdings die Autofahrer nicht mit. Noch einmal Dirk Schulz: „Die Leute wissen das nicht. Sie wissen nur: dort darf man nicht parken.“ Die Folge: Der Platz dürfte eigentlich genutzt werden, bleibt aber leer.

Das will die Verwaltung jetzt ändern. „Ich werde mit dem Bauhof sprechen, ob der Parkplatz geschwärzt werden kann“, sagt Thomas Mai.

Dass an der Hauptstraße jeder einzelne Parkplatz begehrt ist, ist kein Geheimnis. Obwohl es in fußläufiger Nähe eigentlich ganz gute Möglichkeiten gibt, für den Fall, dass an der Einkaufsstraße selbst alles belegt sein sollte. Man kann den Wagen beispielsweise am Baumhof oder hinter dem Bürgerbüro abstellen.

Weiteres Potenzial

Dirk Schulz sieht dennoch auch an der Hauptstraße weitere Möglichkeiten zur Optimierung. So gebe es gegenüber der Sparkasse eine Stelle, an der ein Auto auf den Bürgersteig passe, ohne Fußgänger zu behindern. Denn die liefen abwärts ohnehin auf der rechten Seite des Bürgersteigs, weil links ein Baum sei. Gegenwärtig bekomme man ein Knöllchen, wenn man dort parkt. Auch weiter unten, nicht weit vom ehemaligen Taxistand entfernt, gebe es eine Stelle, an der ein Kleinwagen zwischen die Poller passe.