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Die Wächter der Bergbaugeschichte

27.06.2012 | 23:28 Uhr
Die Wächter der Bergbaugeschichte
Auf sein 20-jähriges Bestehen blickte der Arbeitskreis Sprockhövel im Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e. V. auf dem Gelände des befreundeten Heimatvereins zurück. Foto: Udo Kreikenbohm

Der Malakowturm: Wahrzeichen der Bergbaugeschichte Niedersprockhövels. Man kann ihn kaum übersehen. Doch es gibt auch nicht so offensichtliche Erinnerungsstücke an die Zeit, in der die Kumpels unter Tage schufteten.

Der Malakowturm: Wahrzeichen der Bergbaugeschichte Niedersprockhövels. Man kann ihn kaum übersehen. Doch es gibt auch nicht so offensichtliche Erinnerungsstücke an die Zeit, in der die Kumpels unter Tage schufteten.

Diese Stücke sammelt der Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier, Arbeitskreis Sprockhövel, hegt und pflegt sie. Ein Großteil der alten Gerätschaften beherbergt die Heimatstube. Regelmäßig lädt der Verein dorthin ein, seine Mitglieder zeigen und erklären. Untertage fanden sie nicht nur Kohle und Erz. Eine große Vitrine ist voll mit Fossilien und glänzenden Steinen. Werner Kipper erinnerte sich noch an einen Kollegen. „Der hatte da einen Blick für und entwickelte eine richtige Sammelleidenschaft.“ Um so überraschender war es, dass ausgerechnet die unscheinbarsten Steine die kostbarsten und seltensten der Sammlung waren. Ganz unten im Regal lag ein großer, unförmiger Klumpen Bleierz. Daneben ein Klumpen Schwefeleisen. Doch Größe und Form machten die Gesteinsbrocken zu etwas Besonderen. Hans-Günter Bergmann zeigte den Besuchern in der Ausstellung zum 20-jährigen Bestehen alte Gerätschaften, mit denen die Bergleute damals noch arbeiten mussten. Alte Messgeräte, wie sie manchmal auf der Straße zu sehen sind, kamen auch unter Tage zum Einsatz. Was der Bergmann früher noch als Revolution seiner Arbeit kennenlernte, sei heute überholt. „Damals musste man die Messwerte per Hand notieren, heute speichern die Geräte alles auf einen Chip“, erzählte er. Bei manchen Gerätschaften konnte das Alter nur noch geschätzt werden, andere gaben Anhaltspunkte. „Ein Kompass, der noch in 360 Grad eingeteilt ist, muss vor 1938 im Einsatz gewesen sein. Nach 1938 sind sie in 400 Gon eingeteilt worden. Damit ließ sich leichter rechnen.“ Der Verein pflegt auch Wanderwege und baut sie weiter aus, erzählt Kipper. Der Weg „Alte Haase Nord“ wurde auch den Park angebunden. Mit dem Montagweg ist ein neuer in Planung. Am 28. September wird er eingeweiht. Die nächste Wanderung findet am 2 September über den Wanderweg Alte Haase Nord statt.

Bastian Haumann



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