Bus-Verspätungen ärgern Pendler

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Was wir bereits wissen
Die Städtebusse der Verkehrsgesellschaft VER fahren oft unpünktlich. Die sieht die Ursache im dichten Verkehr und verweist auf die Mobilitätsgarantie.

Sprockhövel..  Verspätungen der Städtebusse, also der Linien SB 37 und SB 67, sorgen in diesen Tagen bei Sprockhöveler Pendlern verstärkt für Unmut. Immer wieder kämen Busse nicht pünktlich, beschweren sich Fahrgäste. Zum Teil mussten sie länger als 20 Minuten warten. Die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) verweist auf ihr Kundencenter und sieht die Ursache für die Probleme in der Verkehrssituation.

Studentin Lisa pendelt regelmäßig mit dem Bus zwischen Sprockhövel und der Bochumer Ruhr-Universität hin und her. Verspätungen bei den Stadtlinien bemerkt sie oft. Kürzlich musste sie sich eine Alternative zum Bus suchen. „Ausgerechnet heute muss ich ein Referat halten und die SB 67 hat schon 20 Minuten Verspätung – ob der überhaupt noch kommt“, fragte sie. Schließlich fuhr sie ihr Vater nach Bochum. „Aber das nervt doch, gerade morgens, wenn die Leute zur Arbeit oder zur Uni müssen.“

Kundencenter informiert

Die 16-Jährige Alicia aus Haßlinghausen nutzt den Bus, um zu ihrer Schule nach Wuppertal zu kommen. „Gerade bin ich aber im Praktikum in Schwelm.“ Auch Alicia habe mit den SB-Linien keine guten Erfahrungen gemacht. Sie findet: Die Busse fahren zu unzuverlässig. „Ich könnte zwar die Linie 602 nehmen, die ist immer pünktlich – aber auch viel länger unterwegs.“

Dazu Sabine Nölke, Sprecherin bei der VER: „Natürlich ist es bedauerlich, wenn unsere Linien verspätet fahren.“ Sie rate den Kunden dazu, sich direkt bei den Kundencentern über mögliche Verspätungen zu informieren. Das sei persönlich oder telefonisch möglich. „Wir haben dann die Möglichkeit, die Beschwerden zu erfassen, zu prüfen und können oft direkt beantworten, warum es zu einer Verzögerung kam.“ Als Studentin Lisa zur Uni wollte, musste sich der Fahrer der Linie SB 67 beispielsweise durch zu viel Verkehr kämpfen und eine Vollsperrung umfahren.

Und falls eine Bus an der Abfahrtshaltestelle doch mal mehr als 20 Minuten Verspätung hat, greift die Mobilitätsgarantie. Die Kunden können dann auf ein Taxi ausweichen, die Kosten werden erstattet. „Doch dazu müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein“, sagte Nölke. Gibt es einen Streik, ein Unwetter, eine Bombendrohungen oder eine andere Verbindung, die genutzt werden kann, müssen die Busreisenden sich mit der Verspätung arrangieren und können nicht auf die Kostenerstattung hoffen. Ist dies alles nicht der Fall, können sie einen entsprechenden Antrag stellen. Nach eingehender Prüfung wird das Geld dann von dem Verkehrsunternehmen erstattet.