Broschüre zum Steinbruch Weuste

Viele Informationen bietet die neue Broschüre.
Viele Informationen bietet die neue Broschüre.
Foto: WAZ FotoPool

Sprockhövel..  Über den Steinbruch Weuste und zum Gedenken an Erich Schultze-Gebhardt, der 2014 verstarb, gibt es nun eine knapp 50 Seiten starke Broschüre mit Texten von Stefan Pietralla und Fotos von Rainer Kohlrusch. Herausgeber ist der Stadtmarketing- und Verkehrsverein in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda.

Der Steinbruch Weuste ist weit mehr als ein Ort, an dem einfach nur Ruhrsandstein abgebaut wird. „Der Steinbruch hat die zwei ältesten und südlichsten Steinkohleflöze“, sagte Stefan Pietralla vom Geologischen Dienst NRW. Noch eindrucksvoller ist die steil aufragende Rippelwand aus Feinsandstein, die Erich Schultze-Gebhardt 1955 entdeckte und die das Wellenrippelmuster des Meeresbodens abbildet.

Noch immer trauere die Stadt um Erich Schultze-Gebhardt, der 2014 verstarb und eine große Lücke hinterlasse, sagte die Agenda-Vorsitzende Karin Hockamp. Erfreulich hingegen: „Die Familie Lange, Betreiber des Steinbruchs, will die Führungen weiter ermöglichen.“ Hockamp bedankte sich bei der Sparkassenstiftung für die Finanzierung der Broschüre, wodurch sie kostenfrei angeboten wird. „Mit den Fotografien von Rainer Kohlrusch vermittelt die Broschüre nicht nur einen sehenswerten Eindruck vom Steinbruch“, sagte Karin Hockamp.

„Wegen der Bergbaugeschichte und der Nachnutzung ist das Ruhrgebiet aus geologischer Sicht sehr interessant“, sagte Stefan Pietralla. Die Rippelwand büßte im Laufe der Jahre 100 Quadratmeter ein. Die Steinplatten sind heute Dekoration zum Beispiel in der Mensa der Bochumer Uni, einer Wuppertaler Gesamtschule, einem Hannoveraner Hallenbad und einer Sprockhöveler Grundschule. Seit 1998 gab es drei Sanierungen der inzwischen denkmalgeschützten Wand.