Blick auf alte Schätze

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Besucher bestaunten in Heimatstube alte Goldwaagen und Butterkurbeln.

Sprockhövel..  Am Grevendiek gab es mal einen Markt. Wegen zu hohen Alkoholkonsums der Besucher wurde er Ende des 19. Jahrhunderts geschlossen. „Zur Blütezeit des Bergbaus hatte Sprockhövel 38 Kneipen an seiner Hauptstraße“, erzählte Gerhard Koch beim Tag der offenen Tür in der Heimatstube. Der 79-Jährige ist zweiter Vorsitzender des Heimat-und Geschichtsvereins, Vergangenheit ist seine Leidenschaft.

Besucher flanierten durch die „Gute Stube“, die Ausstellungshalle und übers Außengelände. Naturliebhaber bestaunten Vogelpräparate. Auf einem Tisch waren alte Utensilien zur Buttergewinnung ausgebreitet. Frauen und Kinder verbrachten vor hundert Jahren Stunden damit, Kurbeln zur Buttergewinnung zu drehen. Auch Scheffel, Milchkannen und Bügeleisen zeugen von einem ganz anderen Alltag.

Auf dem Außengelände standen alte landwirtschaftliche Geräte: Jauchepumpen, Kummetgeschirre und Dreschmaschinen gaben einen anschaulichen Eindruck vom harten Landleben. Immer wieder bringen Familien alte Schätze in die Heimatstube und stellen sie dem Verein zur Verfügung. Auch außerhalb der Stube nehmen Vereinsmitglieder eine Menge Arbeit auf sich, um Erinnerungen an die nächsten Generationen weiterzugeben. Klaus Leyhe, 83 Jahre alt, war an der Erschließung von sechs Bergbau-Wanderwegen in Sprockhövel beteiligt. Andere organisieren jährlich eine Reise.