Autoschau bei Sonnenschein

Viele Young- und Oltimer gab es auf dem Gelände der Kornbrennerei Hegemann im Wodantal am Wochenende zu bestuanen. Die meisten hatten EN-Kennzeichen.Foto:Walter F
Viele Young- und Oltimer gab es auf dem Gelände der Kornbrennerei Hegemann im Wodantal am Wochenende zu bestuanen. Die meisten hatten EN-Kennzeichen.Foto:Walter F
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Das Young- und Oldtimertreffen des MSC Sprockhövel lockte Autoliebhaber aus dem ganzen Revier nach Sprockhövel. Nächste Ausfahrt für September geplant

Die Sonne setzte Young – und Oldtimer beim Motorsport-Club Sprockhövel (MSC) am Wochenende ins allerbeste Licht. Zum siebten Mal trafen sich am Samstag Youngtimer-Fans und -Fahrer aus der Umgebung auf dem Gelände der alten Kornbrennerei Hegemann, Oldtimer gab es am Sonntag schon zum zwölften Mal zu bestaunen. Einmal jährlich werden die Treffen vom MSC geplant und ausgerichtet. Dass das Wetter so gut mitspielte, begeisterte zusätzlich.

„Bei Sonnenschein ist unser Treffen natürlich ein wunderbares Ziel für einen Wochenendausflug – teilweise mit der ganzen Familie“, freute sich Sabine Schepeler (52), Pressesprecherin des MSC Sprockhövel. Viele klassische Modelle von Mercedes und BMW, „Nobelkarossen“, hat sie auf das Ausstellungsgelände fahren sehen. Die meisten mit EN-Kennzeichen, aber auch Bochumer und Wuppertaler Schmuckstücke waren gut vertreten.

Fahrzeug fünfmal umgebaut

Das Kennzeichen aus den Niederlanden hat Bernd Stich aus Gevelsberg nur zum Spaß an seinem VW Jetta angebracht. Bis ins letzte Detail ist das Fahrzeug in den letzten Jahren insgesamt fünfmal umgebaut worden. Als Bernd Stich 1996 achtzehn wurde, kam der Jetta, Baujahr 1985, in seinen Besitz.

Pünktlich zum diesjährigen Youngtimertreffen erstrahlte er wieder mal in neuem Glanz – was der Besitzer nicht zuletzt seinem Freundeskreis aus der Szene zu verdanken hat. „Im Laufe der Jahre lernt man Leute aus allen Bereichen kennen – Lackierer, Sattler, Verchromer... Eine Hand wäscht da die andere. Zum Glück – die Materialkosten sind auch so hoch genug“, schmunzelt der 36-jährige. Der neue Motor muss bezahlt werden, und auch der Umbau von Innenraum und Unterboden finanziert sich nicht von selbst. „Es ist und bleibt aber ein tolles Hobby – mein beruflicher Ausgleich“, so Bernd Stich, der eigentlich als Klempner arbeitet.

Ein Stück weiter sitzen Germar Speckstein und Familie vor dem 28 Jahre alten T3 VW-Bus, der einmal ein einfacher Transporter war. Im Laufe der Jahre hat er sich in einen urgemütlichen Campingbus verwandelt. Viele Reisen hat Germar Speckstein mit dem T3 unternommen – in Norwegen landeten Fahrer und Bus einst tief im Straßengraben, was beide zum Glück weitestgehend unverletzt überstanden. „Es sind die Erinnerungen, die ein Auto so besonders machen“, findet der pensionierte Lehrer. „So ein Auto kauft man nichtals Youngtimer. Aber ein Gebrauchsauto wird mit viel Zeit und Pflege zu einem richtigen Schmuckstück“. Und vielleicht geht es bald schon wieder auf große Fahrt.