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Auf den Spuren des Bergbaus

15.04.2013 | 17:11 Uhr
Auf den Spuren des Bergbaus
Zur bergbaugeschichtlichen Wanderung brachen die Teilnehmer von der Herzkamper Kirche aus auf.Foto: Michael Korte

Sprockhövel. Wenngleich sich die in Aussicht gestellten frühlingshaften Temperaturen noch nicht ganz einstellen wollten, hatten sich doch zahlreiche Teilnehmer am Fuße der Herzkamper Kirche eingefunden. Ausgestattet mit dickem Schuhwerk, Rucksack, Fernglas und Wanderstock nahmen sie an einer der Bergbauwanderungen teil, die der Förderverein bergbauhistorischer Stätten Ruhr Revier, Arbeitskreis Sprockhövel, Interessierten zweimal pro Jahr anbietet.

Zu den Aufgaben des Arbeitskreises gehört es nicht nur, diese Wanderwege mitzuplanen und zu bauen, sondern auch, die vorhandene sechs Wanderwege instand zu halten. 60 Kilometer Strecke sind hier jedes Jahr instand zu halten, die Beschilderung muss überprüft und eventuell verbessert werden.

Kurz vor dieser ersten Wanderung waren Klaus Lehye und der kürzlich verstorbene Fritz Breer mit dieser Aufgabe fertig geworden.

Bergbaugeschichte vor der Haustür

Die Teilnehmer der Wanderung, zu denen auch der neunjährige Gabriel gehörte, blieben aber nicht sich selbst überlassen, sondern hatten in Uwe Peise einen kompetenten Wanderführer. Gabriel, der die heimatkundliche Exkursion teilweise mit seiner kleinen Kamera dokumentierte, war von seinen Großeltern auf diese Wanderung mitgenommen worden.

Aber nicht nur Sprockhöveler Bürger nahmen an der Wanderung teil. Auch Michael Dietz aus Wuppertal, der von diesem Angebot aus der Zeitung erfahren hatte, war zum Treffpunkt Herzkamper Kirche gekommen: „Ich weiß gar nichts von der Bergbaugeschichte vor der eigenen Haustür. Mich interessiert das sehr“, skizzierte er seine Motivation, dabei zu sein.

Flöz über 16 Kilometer

Interesse an der Heimatgeschichte ist auch für Wanderführer Uwe Peise die Grundlage seines Hobbys, nämlich das Erforschen der Geschichte des Bergbaus in Sprockhövel, dessen Dokumentation und das Bewahren des bergbauhistorischen und heimatgeschichtlichen Wissens. In seiner Begrüßung würdigte das Vorstandsmitglied des Heimatvereins Werner Kipper die umfangreichen Kenntnisse des Wanderführers.

Peise zeichnete die Lage der Kohleflöze um Herzkamp nach und erläuterte die Abbautechniken der Kohle, die in der Region Sprockhövel durch Erdbewegungen teilweise bis an die Erdoberfläche geschoben wurde.

Die Teilnehmer staunten nicht schlecht, als Peise erzählte, dass es einen Flöz gebe, der über 16 Kilometer eine Verbindung zwischen Wetter und Herzkamp darstellte.

Caroline Gustedt

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2013-04-15 17:11
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