Angst vor IKEA-Homepark
22.11.2010 | 18:41 Uhr 2010-11-22T18:41:00+0100
Zur Beratung einer IKEA-Ansiedlung mit Homepark auf dem Gelände der Fertighaus-Ausstellung, haben Politik und Stadt Stellung bezogen.
Alle Fraktionen billigten einstimmig ein Positionspapier, das Landrat Dr. Arnim Brux Wuppertals Oberbürgermeister übergeben soll. Sprockhövel sehe in der IKEA-Ansiedlung, unmittelbar an der Stadtgrenze am Eichenhofer Weg, ein erhebliches Konfliktpotenzial, formulierte BM Dr. Walterscheid. Die IKEA-Ansiedlung und insbesondere der auf 25000 Quadratmeter ausgelegte Homepark, sorgt aber (wie berichtet) nicht nur in Sprockhövel für erhebliche Unruhe. Die Bürgermeister der neun kreisangehörigen Kommunen sehen den Einzelhandel ihrer Städte in Gefahr. Selbst die Stadt Hagen hat Bedenken gegen die Strahlkraft eines Homeparks.
Kein Wunder: In dem Positionspapier wird auf das Warenangebot anderer IKEA-Homeparks in Köln, Lübeck und Koblenz hingewiesen. Die Warenkörbe beinhalten nach Standorten verschieden unter anderem Unterhaltungselektronik, Hausrat, Glas, Porzellan Haus- und Heimtextilien oder Sportartikel. In dem Positionspapier des EN-Kreises wird am Beispiel des Kölner Homeparks davon ausgegangen, dass ein Einkaufspark auf 25000 Quadratmetern - abhängig vom Sortiment - im Jahr zwischen 50 und 100 Mio Euro Umsatz erzielen könnte.
Nach der Auffassung von Gutachtern (SIHK Hagen und das Büro Junker & Kruse), erziele IKEA im Kernsortiment durchschnittlich 75 Mio Euro. In Gevelsberg, Sprockhövel und Schwelm zusammen werden in diesem Segment gerade mal 18,7 Mio Euro erzielt. Ein Bauantrag, so heißt es, sei noch nicht gestellt worden. Der EN-Kreis will in Gespräche zwischen Wuppertal und IKEA einbezogen werden.
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