Alte Trasse soll attraktiver werden

Beate Prochnow (Stadtmarketing, re.) und Karin Hockamp (Lokale Agenda 21, li.) beim Sammeln von Ideen.Foto:Hauman
Beate Prochnow (Stadtmarketing, re.) und Karin Hockamp (Lokale Agenda 21, li.) beim Sammeln von Ideen.Foto:Hauman
Foto: Bastian Haumann / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Projektgruppe sammelt bei Ortsbegehung Ideen und Hinweise: Schilder sollen auf die Geschichte und interessante Streckenabschnitte hinweisen.

Vorbildlich gepflegt, landschaftlich reizvoll, gleichzeitig trist und langweilig: Die alte Trasse in Sprockhövel soll attraktiver werden. Vorschläge dafür gibt es reichlich, erdacht bei den Treffen der Projektgruppe „Neue Ideen für die alte Trasse“, deren Mitglieder sich jetzt zu einem ersten Vor-Ort-Termin auf dem Radwanderweg trafen.

Mit Karte, Notizblöcken, Fotokamera und Stiften ausgestattet startete die Gruppe, knapp ein Dutzend Personen, an der Hattinger Stadtgrenze in Höhe des Gedulderwegs und ging auf einer ersten Etappe bis zur Glückauf-Halle. Interessante Stellen hielten sie auf Fotos fest, markierten sie – in die Kategorien Sport, Kunst, Bergbauhistorie, Pausenstation eingeordnet – auf der Karte und machten sich viele Notizen. Welche Schilder müssen ausgetauscht, angepasst, ergänzt werden? Macht sich hier eine Pausenstation gut?

Inge Haack legte bei der Beschilderung Wert auf Geschichtliches. Dass die Ortsteile ins Zentrum gerückt werden sollen, darauf hatte sich die Projektgruppe geeinigt. Am Gedulderweg könnte es demnach eine Beschilderung geben, die in den Ort, aber auch zur Begegnungsstätte weist. Inge Haack sagt, in den Ortsteilen sei einiges in Vergessenheit geraden: „Dass es hier mal eine Kirche gab, weiß noch jeder.“ Doch habe es auch mal eine Grundschule gegeben. Sie wünschte sich daher Schilder mit alten Fotos und erklärenden Worten.

Beschriftungen wünschten sich die Teilnehmer auch für die Brücken: Die Trasse queren einige beeindruckende Bauwerke, wie das Brückenbauwerk Im Riepelsiepen. Für eine andere Brücke am Ende des Gedulderwegs nahe der Hattinger Stadtgrenze fiel keinem der Anwesenden der Name ein. Das müsse geändert werden.

Sport soll ebenfalls nicht zu kurz kommen. Wenige Meter nach dem Brückenbauwerk gibt es einen Streckenabschnitt, auf dem Sportler ab 60 Jahren den 200-Meter-Radsprint mit fliegendem Start für ihr Sportabzeichen absolvieren können. Jürgen Nath legte viel Wert auf eine Beschilderung dieses Streckenabschnitts.

Am alten Bahnhof soll sich am meisten tun. Eine Außengastronomie, ein Hofladen, ein Boule-Platz, ganz in der Nähe soll etwas eingerichtet werden, was als „Urban Gardening“ bezeichnet wird. Beate Prochnow vom Stadtmarketing: „Es werden dort Sachen für alle angepflanzt“, erklärte sie. In der Pause vom Radfahren könne man zum Beispiel einen Apfel pflücken.

Die nächste Etappe nimmt die Projektgruppe am Samstag, 28. Februar, in Angriff. Dann geht es um den Abschnitt zwischen Glückauf-Halle und Schee.