Alte Bahntrasse wird zur Kaffeetafel

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Kaffee-Trasse: Auf einer länge von maximal drei Kilometern soll am 30. August Sprockhövels längste Tafel entstehen.

Sprockhövel..  Kaffeetrasse en miniature: ein einzelner Tisch, etwas Kuchen, ein Kerzenleuchter – all das mitten auf der alten Bahntrasse gegenüber der Mathilde-Anneke-Schule. Am Dienstag gab es einen kleinen Vorgeschmack auf das, was der Stadtmarketing- und Verkehrsverein sowie die Lokale Agenda für Sonntag, 30. August, planen.

Dann soll es ein Picknick entlang des Radwanderwegs geben – mit Vereinen, Institutionen, Bürogemeinschaften, Privatleute und Geburtstagsfeiern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. „Die Teilnehmer können Theater spielen, Gedichte rezitieren, singen“, sagt Beate Prochnow, die das Projekt gemeinsam Ismael Klein (Stadtmarketing), Karin Hockamp und Michael Ebel (Lokale Agenda) sowie Ulli Winkelmann vorstellte.

Schatten unter den Bäumen

Als Vorbild dient sicherlich die Wuppertaler Veranstaltung „Langer Tisch“ oder die längste Tafel der Welt, das Stillleben, das zur Ruhr 2010 auf der A40 entstand. In Sprockhövel bekommt die Veranstaltung schlicht den Namen: ­Kaffee-Trasse – angelehnt an die Kaffeetasse. „Die Teilnehmer werden bei uns die schönste Aussicht und Schatten unter den Bäumen haben“, so Beate Prochnow. Auf Strom und Wasseranschlüsse müssen sie dafür allerdings weitestgehend verzichten. Das Treiben auf der Trasse soll eher dem Prinzip auf der Freibad-Wiese folgen. Jeder bringt etwas für sich mit und bestenfalls fällt auch ein Stück Kuchen für den Tischnachbarn ab.

Wer mitmachen möchte, der meldet sich zwischen dem 1. April und dem 30. Juni direkt bei der Stadt. Die Veranstaltung läuft von 14 bis 18 Uhr, Tische und Bänke können gemietet werden. Für die klassische Bierzeltgarnitur, bestehend aus einem Tisch und zwei Bänke, liegt bei 20 Euro. Wichtig: Für Sonnen- oder Regenschutz müssen die Teilnehmer selbst sorgen. Startpunkt ist direkt gegenüber der Mathilde-Anneke-Schule, die Tische werden in Richtung Schee aufgebaut.

„Wir hoffen auf rege Teilnahme“, sagte Beate Prochnow. Die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt. Und zwar nicht auf eine bestimmte Personenzahl sonder auf eine bestimmte Länge. „Händelbar ist für uns eine Gesamtlänge von drei Kilometern.“

Auf der Kaffee-Trasse wir gleichzeitig für das Projekt „Neue Ideen für die Alte Trasse“ geworben. Die Mitglieder sammeln seit November Ideen für die Neugestaltung der ehemaligen Bahntrasse als Teil der Leader-Bewerbung des Ennepe-Ruhr-Kreises. Um die geplanten Aktionen zu finanzieren, suchen die Projektmitglieder Sponsoren. Die kleine „Ein-Tisch-Kaffee-Trasse“ bleibt als Informationstermin vorhanden und soll voraussichtlich monatlich stattfinden. Hier werden auch Unterstützer und Sponsoren vorgestellt. Und da die Trasse neu gestaltet werden soll, passe auch der alte Namen nicht mehr. „Daher suchen wir Namensvorschläge aus der Bevölkerung“, sagte Beate Prochnow.