120 neue Wohneinheiten
03.08.2010 | 16:17 Uhr 2010-08-03T16:17:00+0200
Im Bereich Hölterstraße und Riepelsiepen sollen 120 Wohnungen entstehen. Das Bauvorhaben ist seit 2005 in der Planungsphase.
Die Pläne lagen im Rahmen der Bürgerbeteiligung im Jahr 2008 schon einer breiten Öffentlichkeit vor, die Bedenken und Anregungen äußern konnte. Nun war wieder die Politik am Zug. Die Planung wurde in der letzten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses in seiner jetzigen Form bestätigt.
Geplant sind maximal zweigeschossige, bei Mehrfamilienhäusern auch dreigeschossig Bauweise, die in einem durchgrünten Gebiet entstehen soll. Durchgrünt ist der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen aber nicht genug. Die Ökopartei bemängelte, dass es mit der alleinigen Himmelsausrichtung der neuen Häuser nach Süden oder Westen nicht getan sei, um Energie einzusparen. Sie wünschten sich eine Berücksichtigung mehrerer ökologischer Aspekte. Die Verwaltungsvorlage sei kein gelungenes Konzept.
„Das haben wir uns etwas anderes vorgestellt“, meinte Holger Kräfting und stimmte mit seinen Fraktionskollegen gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung.
Die in der Nähe wohnenden Anwohner, vorwiegend die der südlich und westlich gelegenen Wohngebiete, befürchteten durch das Neubaugebiet und der so zu erwartenden steigendenden Verkehrsbelastung allerdings verstopfte Straßen.
Bedenken, die ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten zerstreute. In der Summe seien 1000 Fahrzeuge mehr am Tag zu erwarten. Diese Mehrbelastung wurde in dem Gutachten als marginal bezeichnet und die Zahl falle kaum ins Gewicht, hieß es in dem Papier. Doch auch in den umliegenden Straßen, wie der Bahnhofs-, der Brinker-, Friedrich und Hölterstraße bleibe der Zuwachs „deutlich innerhalb der für diese Straßentypen verträglichen Verkehrsstärke“.
Auf der Bahnhofs- und Brinkerstraße seien beispielsweise 4000 weitere Fahrzeuge am Tag zu erwarten. Eine Belastung, die noch weit unter den Eckwerten für Wohnsammelstraßen liege, führten die Gutachter aus.
Walter Vielmetter von der SPD-Fraktion betrachtete die Aussagen etwas kritischer. Wie er sagte, rechne er damit, dass die Autofahrer in Niedersprockhövel zur Hauptstoßzeit wesentlich länger im Stau stehen müssten..
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