Tag der deutschen Sprache: Die Siegerländer WR-Lokalausgabe ist am Samstag eine weitgehend Fremdwort-freie Ausgabe : Über die tägliche Flut von englischen Begriffen

Die Siegerländer Leserinnen und Leser der WR-Ortsausgabe werden sich möglicherweise wundern: Alle Artikel, ob kurze Meldungen oder lange Berichte, sind am Samstag Englisch- und weitgehend auch Fremdwortfreie Zone. Anlass ist der „Tag der deutschen Sprache”.
Ausnahmen gibt es nur wenige: Sie finden einige englische Begriffe, die zur Erklärung erforderlich sind, in diesem Artikel und in den beiden Meinungsbeiträgen auf dieser Seite. Und unter der Rubrik „Guten Morgen” haben wir mal aufgelistet, welche (d)englischen Begriffe im Laufe eines einzigen Tages in der Redaktion ankommen. Natürlich haben wir auch Begriffe wie „Musik” (griechisch = Tonkunst) stehen lassen, und natürlich übersetzen wir englische Filmtitel im Kinoprogramm ebenso wenig wie „Kanon”, den Titel eines von Dr. Knut Lohmann besprochenen Buches. Im Kollegenkreis haben wir lange darum gerungen, ob solch eine Ausgabe wie die heutige überhaupt Sinn macht – angesichts einer Flut von Begriffen vor allem aus dem Englischen, mit denen die Menschen täglich überschüttet werden. Speziell in der Werbung, so scheint es, will (oder kann?) kaum ein „Texter” noch auf Begriffe von der britischen Insel verzichten. Mehr als 31 000 Mitglieder setzen sich im Verband Deutsche Sprache (VDS) seit über 10 Jahren für die Erhaltung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt Europas ein. Gegen „sprachliche Unterwerfung”, wie es die englische Presse („linguistic submissiveness”) nennt, wehrt sich auch die VDS-Gruppe im Kreis Siegen-Wittgenstein, „Wortreich 57”. Sie „kann auf Funeralmaster, Facility Manager oder Funcard verzichten und zeigt auch Alternativen auf”. Die Redaktion möchte natürlich von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gerne wissen, wie Sie Ihre heute weitgehend Englisch- und Fremdwortfreie WR finden. Bitte schreiben Sie uns oder diskutieren Sie mit - hier im weltweiten Netz in DerWesten.













